Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Ostholstein Grünschnack mit Thomas Balster
Lokales Ostholstein Grünschnack mit Thomas Balster
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
22:18 03.09.2016
Hannelore und Ernst Simon hatten zur Veranschaulichung ihres kranken Weins einige Blätter für Thomas Balster mitgebracht. Quelle: Fotos: Jhw

Der Garten – ein unerschöpfliches Thema zu jeder Jahreszeit. Mit einer Fülle von Fragen zu Blumen, Sträuchern und Bäumen im heimischen Garten kamen gestern Leser in die Eutiner LN-Geschäftsstelle zum Grünschnack mit Thomas Balster, Gartenberater des Verbandes Wohneigentum.

Zur Galerie
Vom Apfelwickler bis zur Scheinzypresse – der Gartenberater gab den LN-Lesern zahlreiche Tipps.

Für ihren blauen Wein, der unter Pilzen und Spinnmilben leidet, wie auch die Blätter belegen, riet Balster Hannelore und Ernst Simon aus Malente, im kommenden Juni ein Schwefelpräparat zu spritzen.

Auch Kalium solle gegeben werden, „einmal im Frühjahr, verstärkt im Herbst“. Für dieses Jahr bringe es allerdings nichts mehr, weil die Wachstumsphase beendet sei, so der Experte. Auf die Frage von Ernst Simon, ob er jetzt noch den Rasen düngen könne, gab’s ein klares „Ja“ vom Fachmann.

Bei Kirschbäumen sei in dieser Saison vielfach Spitzendürre aufgetreten, berichtete Balster, verursacht durch einen Pilz, der die Leitungsbahnen verstopfe. Das alte Holz solle daher großzügig zurückgeschnitten werden, bis wieder grüne Leitungsbahnen erkennbar seien, riet er Birgitt und Siegbert Weigt, die gleich mehrere Fragen hatten. Christina Keidat war unsicher, ob sie ihre inzwischen viel zu breite Eibenhecke zurückschneiden könne oder ob diese dann kahl bleibe. Thomas Balster riet, anders als bei der Scheinzypresse, die Eibe im Frühjahr kräftig zu schneiden und „nachher gut aufzudüngen“. Er versprach: „Nach zwei Jahren ist die wieder wie neu.“

Auch Pflaumen- und Apfelwickler machen den Ostholsteinern und ihren Bäumen zu schaffen. Manch einer hatte die von Experten empfohlenen Pheromonfallen ausprobiert, mit mäßigem Erfolg. Und Thomas Balster wusste, warum: die sogenannten Lokstoff-Fallen dürften nicht in die Bäume gehängt werden, sondern in Kopfhöhe mindestens zweieinhalb Meter davor, sonst sei der Schädling ja bereits im Baum.

Außerdem gebe es unterschiedliche Lokstoffe. „Das ist wie bei uns, jeder stinkt anders.“

Thomas Balster und sein Kollege Wolfgang Roth sind heute von 10 bis 16 Uhr beim Treffpunkt Grün auf der Landesgartenschau zu Gast, dann geht es um das vielfältige Thema Äpfel.

Willkommen: Auch am ersten Sonnabend im Oktober ist die LN-Geschäftsstelle wieder von 9 bis 13 Uhr geöffnet.

ben/jhw

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Anlieger Rainer Bösel in Gleschendorf vermisst Trennung zwischen Fußgängern und Radfahrern.

03.09.2016

Im Rahmen der Ausstellung „Garten(t)räume“ in der Kreisbibliothek erzählt Wolfgang Griep nach dem Buch „Gartengeflüster“ von Otto Krätz Geschichten, die sich um Menschen und ihre Gärten ranken.

03.09.2016

Timmendorfer Strand lädt auch heute noch zur Automeile ein.

03.09.2016
Anzeige