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Ostholstein Günther bereist die künftige Bahntrasse
Lokales Ostholstein Günther bereist die künftige Bahntrasse
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20:47 25.05.2018
Treffen an den Gleisen in Göhl: Daniel Günther (l.) im Gespräch mit Bürgermeister Thomas Bauer. Quelle: Fotos: Binder
Göhl

Im Zuge der Schienenanbindung sollen beschrankte Bahnübergänge verschwinden und neue Bahnhaltepunkte erschlossen werden. Einen Großteil der Kosten dafür werde das Land den betroffenen Kommunen abnehmen, versicherte Günther beim Besuch in Göhl, am Ende seiner gestrigen Reise. Zuvor hatte er unter anderem Halt in Bad Schwartau, Ratekau und Oldenburg gemacht.

Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) hat sich den Verlauf der geplanten Bahntrasse zur festen Beltquerung angeschaut. Zusammen mit Vertretern der Deutschen Bahn bereiste er die Route und sprach mit Bürgermeistern. Er bekräftigte: „Das Land unterstützt die Kommunen finanziell.“

Mit seiner Ankündigung hat der Ministerpräsident ein Versprechen seitens der Landesregierung erneuert, das schon Verkehrsminister Bernd Buchholz (FDP) gegeben hatte (die LN berichteten). Wo eine Kommune laut Gesetz Teile der Kosten für erforderliche Baumaßnahmen tragen müsste, werde das Land 75 Prozent der jeweiligen Summe zuschießen, so Günther.

Diese Situation gibt es beispielsweise in Oldenburg, wo der Haltepunkt verlegt wird und erst durch neue Straßen angebunden werden muss. Bürgermeister Martin Voigt (parteilos) hatte dafür bereits beim Dialogforum Feste Beltquerung auf finanzielle Hilfe gedrungen.

Für die Beseitigung beschrankter Bahnübergänge hat das Land ebenfalls Unterstützung zugesagt. Hier stehen vielerorts bisher jedoch mehrere Varianten im Raum. Während sich die Bahn im Falle Göhl zunächst mit der Gemeinde auf eine Lösung einigen will, sollen dem Bund für Bad Schwartau mehrere Möglichkeiten vorgelegt werden. Hier gingen die Varianten zu weit auseinander, erläuterte Bahn-Projektleiter Bernd Homfeldt. In Göhl bewegten sich die Kosten bei rund 15 Millionen Euro, in Bad Schwartau reiche die Spanne von 25 bis zu knapp 300 Millionen Euro.

Am Ende werde sich zeigen, wofür der Bund generell bereit sei, zu zahlen, sagte Ministerpräsident Günther. Das gelte auch für den übergesetzlichen Lärmschutz, den die Kommunen fordern.

Bahn-Vorstand Dirk Rompf versicherte derweil, dass „alle Maßnahmen, die mit der Region abgestimmt werden, auch dem Bundestag zur Beratung vorgelegt werden“. Er appellierte an alle Beteiligten, „zielführend zu diskutieren“.

Und Diskussionsbedarf gebe es nach wie vor, räumte auch Daniel Günther ein. Allerdings habe er den Eindruck, dass das Verkehrsprojekt in Ostholstein mittlerweile eine große Akzeptanz genieße. Dazu habe auch der stetige Dialog zwischen Bürgern und Bahn beigetragen, war er überzeugt. Das Vorhaben sei „eine riesige Chance für unsere Region“, so Günther, „und ich glaube, dass viele Menschen meine Begeisterung dafür teilen“.

Das Dialogforum tagt am 5. Juli in Oldenburg (16.30, Gewerbezentrum).

Von Jennifer Binder

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