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Ostholstein Gute Orte, schlechte Orte: Schüler bewerten Oldenburg
Lokales Ostholstein Gute Orte, schlechte Orte: Schüler bewerten Oldenburg
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20:33 23.03.2016
Daniel Fottiler (19), Markus Prehn (21), René Gimmini (20) und Nico Gentek (18, v.l.) von der Berufsschule. Quelle: jen

Die Vorbereitungen für die Umgestaltung der Oldenburger Innenstadt gehen in die nächste Runde. Im Rahmen der umfangreichen Bürgerbeteiligung kommen jetzt die Kinder und Jugendlichen zu Wort. Mehr als 50 Schüler aller Altersklassen und aller vier Oldenburger Schulen haben mit Fotos dokumentiert, was ihnen im Stadtzentrum gefällt und was nicht. Das Ergebnis ist ab sofort in der Eingangshalle von Edeka Weinberg am Schauenburger Platz zu sehen. Noch bis zum 13. April kann die Ausstellung angeschaut werden.

„Bei den Ergebnissen der Schüler sind auch einige Überraschungen dabei.“Bürgermeister Martin Voigt

Er habe mit großem Interesse gesehen, welche Plus- und Minuspunkte die jungen Menschen aufgelistet haben, sagte Bürgermeister Martin Voigt (parteilos) gestern zur Eröffnung. Der Verwaltungschef dankte den Schülern für ihren Einsatz: Er freue sich, dass auf diese Weise auch die Meinung von Kindern und Jugendlichen deutlich werde.

Mit einer groß angelegten Umbau-Aktion will Oldenburg sein Zentrum attraktiver gestalten und beleben (die LN berichteten). Um bei den Planungen möglichst viele Einwohner mit einzubeziehen, organisiert die Stadt mit Unterstützung zweier Planungsbüros diverse Veranstaltungen, bei denen Ideen und Anregungen gesammelt werden. Auch bei der Ausstellungseröffnung konnten die Besucher sich äußern.

Die Schüler nennen als Orte, die ihnen gefallen, zum Beispiel den Stadtpark und die Skaterbahn. Gleichzeitig hängen deren Bilder jedoch auch auf der Negativ-Seite. Die Wege im Park seien teilweise so matschig, dass sie kaum zu nutzen seien. Die Skaterbahn müsse an vielen Stellen nachgebessert werden. Auch wirke sie „trist“, weil kein Grün vorhanden sei. Mehr Bäume und Blumen werden generell als Wunsch für die City genannt. Auch mehr Sitzgelegenheiten tauchen in der Liste auf. Beides sind Punkte, die auch bei den Erwachsenen genannt wurden.

Die historischen Gebäude im Stadtkern werden von den jungen Menschen lobend erwähnt. Auch über Markt und Fußgängerzone steht viel Positives auf den Plakaten — bis hin zum „leckeren Geruch“ in der Schuhstraße. Weniger gut weg kommt zum Beispiel die Stadtbibliothek mit ihrer „nicht einladenden und dreckigen“ Fassade. Auch fehlende Fahrradwege werden bemängelt.

Positive wie negative Kritik gebe gute Denkanstöße, so Bürgermeister Voigt. „Wir werden nicht jeden Wunsch erfüllen können“, gibt er sich realistisch, „aber es wird etwas passieren, um die Aufenthaltsqualität in unserer Stadt zu steigern.“

Von jen

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