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Ostholstein Gymnasiasten bewiesen: Köpfchen kommt weiter
Lokales Ostholstein Gymnasiasten bewiesen: Köpfchen kommt weiter
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21:20 22.11.2016
Hochkonzentriert wie Oke Hasselmann vom Oldenburger Freiherr-vom-Stein-Gymnasium rechneten über 60 Schüler. FOTOS: ASTRID JABS

. Der Erfolg hängt nicht am Taschenrechner und selbst wer sich ab und zu verrechnet, kann am Ende die Nase vorn haben. Um bei der Mathematikolympiade eine gute Platzierung zu erreichen, ist nämlich etwas anderes wichtig: „Man muss nicht der beste Rechner sein, aber ein guter Denker“, so brachte Birgit Behr auf den Punkt, worauf es beim Mathe-Wettbewerb auf Kreisebene ankam.

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Liza Schlichting (l.) und Emma Reichert haben sich in der Mathema-AG auf die Olympiade vorbereitet.

Behr unterrichtet am gastgebenden Johann-Heinrich-Voß-Gymnasium in Eutin und ist zudem die Kreisbeauftragte für die Mathematikolympiade. 58 Schülerinnen und Schüler aus vier Schulen, vom Fünftklässler bis zur Abiturientin, stellten sich den Aufgaben, die über die üblichen Anforderungen des Schulunterrichtes hinausgehen. Angereist waren dafür Gruppen vom Leibniz-Gymnasium und vom Gymnasium am Mühlenberg in Bad Schwartau sowie die Mathetalente des Freiherr-vom- Stein-Gymnasiums in Oldenburg. Jeder der Teilnehmer hatte sich zuvor in einem schulinternen Verfahren qualifiziert.

Liza und Emma zum Beispiel sind Mitglieder der Mathema-Arbeitsgemeinschaft der Voß-Schule und haben dort Aufgabenpakete und somit ihr Ticket für den Kreisentscheid gelöst. Nervös saßen die Freundinnen nun in der Aula ihrer Schule. Allerdings nicht an einem gemeinsamen Tisch, denn sie gehören einer Klassenstufe an. Eine solche Banknachbarschaft ist unzulässig. Talismantechnisch waren beide gewappnet: Liza hatte ihr Armband und Emma einen Glücksbringerpulli an. Wenig später war die Aufgeregtheit dann voller Konzentration gewichen. „Wir beobachten, dass diejenigen, die bei der Kreisolympiade dabei gewesen sind, im Abitur bessere Ergebnisse erzielen, weil sie die Prüfungssituation kennen“, beschrieb Behr einen Nebeneffekt der Matheolympiade.

Die Motivation, so zeigte der Blick in den Saal, stimmte jedenfalls bei allen. Die jeweils Erstplatzierten qualifizierten sich für die nächste Runde, die Landesmathematikolympiade, die am letzten Februarwochenende in Flensburg stattfinden wird. Auch sehr gute Zweite können weiterkommen, insgesamt stehen 14 Plätze zur Verfügung. „Die Latte liegt dort noch einmal höher“, betonte Behr. Warum es immer wieder Schüler gibt, die sich dem freiwillig stellen, weiß sie zu sagen: „Es sind Kinder und Jugendliche, die gefordert werden wollen, die es reizt zu knobeln. Und sie wollen auch ein gewisses Urteil dazu haben“, führte sie aus.

In der aktuellen Form geht die Olympiade auf eine DDR-Tradition zurück, seit den 1990er Jahren wird das Modell bundesweit praktiziert. Es wendet sich an alle weiterführenden Schulen. Jede teilnehmende Schule muss auf je zehn Schüler eine Lehrkraft zur Korrektur entsenden: „Hier in Ostholstein wird das von den Schulleitungen und Fachschaften der Gymnasien unterstützt. Und wir hatten mit der Inselschule von Fehmarn und der Caesar-Klein-Schule aus Ratekau auch schon Gemeinschaftsschulen dabei“, berichtete Birgit Behr.

Währenddessen flogen die Kugelschreiber über das Konzeptpapier. Taschenrechner sah man nicht: „Der Trend in der Mathematik geht dahin zurück, dass auch ohne Rechner gerechnet werden muss. Auch ein Teil der Abituraufgaben muss so bewältigt werden.“ Nachvollziehbar und grammatikalisch fehlerfrei festgehalten werden musste der Lösungsweg auch. Am Ende siegte also Köpfchen auf ganzer Linie.

Die Sieger veröffentlichen wir in unserer morgigen Ausgabe.

Astrid Jabs

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