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Ostholstein HSC ermöglicht Handball für alle
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18:31 13.01.2018
Kinder, Trainer, Betreuer und das Maskottchen „Raak“ des HSC Rosenstadt Eutin. Quelle: Foto: Markus Billhardt
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Eutin

„Ich wollte neue Wege gehen und vor allem sozial aber auch geistig und körperlich benachteiligten Kindern die Möglichkeit bieten, Handball zu spielen“, erzählt Petra Stock. Sie wurde im vergangenen Jahr von der Sportjugend des Landes und der Schleswig-Holstein Netz AG als eine von sieben engagierten Persönlichkeiten zur Botschafterin für die Initiative „Kein Kind ohne Sport!“ ernannt und freut sich, dass ihr HSC jetzt auch am MIA-Projekt beteiligt ist.

Unter 40 Bewerbungen haben die Stiftung Aktion Mensch und der Deutsche Behindertensportverband (DBS) Eutin als Modellregion auserkoren. „Für uns kleinen und noch jungen Verein ist das etwas Besonderes. Damit hatten wir gar nicht gerechnet“, erzählt Uwe Stock, der wie die ganze Familie seine Frau unterstützt. Es gehe dabei konkret um die Teilhabemöglichkeiten von Menschen mit Behinderung im Sport und den Auf- sowie Ausbau der inklusiven Sportlandschaft, erläutert Handballtrainerin Petra Stock.

Der Handball beim HSC ist für alle Kinder offen. Derzeit trainieren 42 Jungs und Mädchen zwischen sechs und 13 Jahren mit dem kleinen Betreuerteam des Vereins. „Der Zuspruch ist über die drei Jahre stetig gewachsen. Ohne die Zusammenarbeit mit der Gustav-Peters-Grundschule wäre es so nicht möglich gewesen“, berichtet Petra Stock. Die heterogene Gruppe sei aber schon eine Herausforderung, auch finanziell. Doch Petra Stock möchte motivieren: „Es sind noch zu wenig, die sich trauen. Ich sehe noch viel Schwellenangst, auch bei den Eltern.“

Interessierte Kinder können einfach mal vorbeischauen und das Handballspiel ausprobieren. Petra Stock hofft auf die wachsende und produktive Zusammenarbeit mit weiteren Schulen und Vereinen.

Mittlerweile gibt es sogar ein Maskottchen. „Raak“ sei für die Kinder ganz wichtig und habe sogar eine eigene Facebook-seite und E-Mail-Adresse.

Durch das MIA-Projekt erhält der HSC Rosenstadt Eutin 5000 Euro zweckgebundene Fördermittel. Im Februar geht es außerdem zu einer Info-Veranstaltung nach Darmstadt, wo sich dann auch die anderen Modellregionen von Bremerhaven bis Landsberg am Lech (Bayern) vorstellen werden. Der Verein wird über das Jahr hinweg vom DBS beraten, der die Ideen des Vereins unterstützt.

Der HSC möchte zur neuen Saison einen FSJler zur Unterstützung einstellen und bereits am 25. Mai ist ein Aktionstag mit dem Landessportverband in Eutin geplant. Petra Stock hat aber noch einen Wunsch: „Wir würden gerne dieses Jahr ein inklusives Handballturnier in der Stadt ausrichten. Das steht aber noch nicht ganz fest.“

Von Markus Billhardt

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