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Ostholstein HVB planen Museumshafen
Lokales Ostholstein HVB planen Museumshafen
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21:33 25.07.2017
Am alten Steg liegen bereits Museumsschiffe. Quelle: Peter Mantik

Joachim Gabriel, einer von zwei Geschäftsführern der HVB, erläutert: „In der Verlängerung der Kleinfischerbrücke ist der Museumshafen die logische Fortsetzung, der als Baustein der Planung ,Hafenkante’ zu sehen ist.“ Beschlossen werden muss das Projekt in der Sitzung der Stadtvertretung am Donnerstag, 28. September, ab 19.30 Uhr im Rathaus.

Der Museumshafen sei eine zusätzliche Attraktion. Am Standort befindet sich bereits eine Anlegebrücke aus den 1980er Jahren, die bereits für einige wenige Museumsfahrzeuge genutzt wird. Gabriel: „Die vorhandene Brücke erfüllt weder die technischen noch die qualitativen Voraussetzungen einer modernen Infrastruktur.“ Die Brücke sei nur zwei Meter breit und damit zu schmal. Auch beim Thema Strom- und Wasserversorgung bestünden Defizite.

Daher sehen die HVB folgende Maßnahmen als notwendig an: den Bau einer 150 Meter langen Anlegebrücke, die vier Meter breit werden soll und eine Plattform am Brückenkopf haben soll (Maß: zehn mal zehn Meter mit einem sechs Quadratmeter großen Informationspavillon). Zur Ausstattung sollen neben Strom und Beleuchtung auch Sitzbänke gehören. An den Liegeplätzen soll für jedes Museumsschiff eine eigene Informationstafel installiert werden.

Die HVB denken für die Realisierung an eine enge Kooperation mit dem Verein „Museumshafen am Warder“. Dieser bemühe sich laut Gabriel um traditionelle Wasserfahrzeuge. Folgende Museumsschiffe liegen bereits in Heiligenhafen: „Marianne“, „Astarte“, „Wydah“, „Olifant“, Polizeiboot „Staberhuk“, „Idun“, „Adriane“, „Franziska“, „Tolkemit“ sowie die Segelyacht „Nobody“.

Das Bauvorhaben Museumshafen kostet 800000 Euro bei einer 50-prozentigen Fördersumme durch das Land. Dies bedeutet für Heiligenhafen einen Eigenanteil von 400000 Euro – verteilt auf zwei Jahre.

Gabriel glaubt: „Es kann neben der Förderung der Jugendarbeit insbesondere die traditionelle Fischerei und Seemannschaft und damit ein Stück Heiligenhafener Kultur erhalten werden.“

 Peter Mantik

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