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Hängebargshorst: Von der Klinik-Brache zum Prestigeobjekt

Malente Hängebargshorst: Von der Klinik-Brache zum Prestigeobjekt

Neues Konzept für Malenter Gebäude-Komplex vorgestellt – Seniorenresidenzen und Mehrgenerationen-Wohnanlage plus Siedlung für Mitarbeiter sollen entstehen.

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Es grünt so grün rund um die Klinik Hängebargshorst. Die Gebäude sollen für ein Community-Living-Projekt wiederbelebt werden.

Quelle: Fotos: Dirk Schneider

Malente. Über zehn Jahre nach der Schließung sollen die Gebäude der ehemaligen Klinik Hängebargshorst aus dem Dornröschenschlaf erwachen und Zentrum einer noch größeren Wohnanlage und Pflegeeinrichtung werden. Investor Jens Wollschläger und die Architekten Astrid Bohne und Tom Krause stellten am Dienstagabend im Planungsausschuss Malente das Vorhaben „Community Living“ vor.

LN-Bild

Neues Konzept für Malenter Gebäude-Komplex vorgestellt – Seniorenresidenzen und Mehrgenerationen-Wohnanlage plus Siedlung für Mitarbeiter sollen entstehen.

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„Wir beabsichtigen, Hängebargshorst als Vorzeigeprojekt zwischen dem klassischen betreuten Wohnen und komfortablen Seniorenresidenzen zu entwickeln, zusätzliche Häuser für Familien zu bauen und somit eine Mehrgenerationen-Wohnanlage zu schaffen“, erklärte Tom Krause die Zielvorstellung. So soll auf der insgesamt zehn Hektar großen Fläche in dem Bereich zwischen der Klinik und dem Pflanzenzentrum Buchwald ein zusätzliches kleines „Dorf rund um einen idyllischen Anger“ mit 40 Wohneinheiten – aufgeteilt auf elf oder zwölf Häuser – entstehen, in denen „Jung und Alt unter einem Dach“ einziehen können.

Die großen Gebäudekomplexe des Klinikums sollen zu Appartements für betreutes Wohnen, Zimmern für Pflege sowie Speisesaal und Therapieräume umgebaut werden. In diesen Bereich könnten bis zu 100 Menschen aufgenommen werden. Glücklicherweise seien hier trotz des langen Leerstands und der Brandstiftung vor knapp zwei Jahren kaum Schäden an der Bausubstanz entstanden. „Einzig das ehemalige Verwaltungsgebäude wird wohl nicht erhaltbar sein und muss ersetzt werden“, so Wollschläger.

Im Eingangsbereich sollen zudem öffentliche Einrichtungen wie ein Restaurant, ein Marktplatz mit kleinen Geschäften und Dienstleistungsunternehmen für den täglichen Bedarf und ein multifunktionales Forum für Alltagsaktivitäten und besondere Veranstaltungen eingerichtet werden.

Etwas überraschend präsentierten die Planer ein zweites Baugebiet zwischen Rövkampallee und Kellersee, dass „fußläufig erreichbar“ 600 bis 800 Meter westlich der Klinik in Richtung Malente-Gremsmühlen liegt. „Auf der aktuell brachliegenden Fläche mit einer arg herunter gekommenen Bebauung wollen wir elf Doppelhäuser mit 22 Wohnungen für das gehobene Management des Pflegepersonals erstellen“, verriet Tom Krause. Mit moderner Architektur und dem tollen Ambiente inmitten der Natur schaffe man mit diesem Umfeld gute Voraussetzungen, um hochqualifizierte Fachkräfte nach Malente locken zu können, so Krause.

Denn das eigentliche Konzept des „Community Living“ gehe weit über die reine Projektentwicklung hinaus. So habe man mit der Professorin vom Health Care Management Hamburg, Katharina Janus, eine Beraterin gewinnen können. „Wir streben eine Vernetzung der zahlreichen medizinischen Einrichtungen in der Gemeinde an“, betonte Katharina Janus. Ziel sei es, die „Gesundheitsregion Malente“

überregional bekannt zu machen, erklärte die sich als gebürtige Eutinerin Bezeichnende ihr persönliches Engagement.

In einem ersten Meinungsbild, das der Ausschussvorsitzende Klaus Schützler abfragte, signalisierten die Mitglieder Wohlwollen und Zustimmung, die Planung in die begonnene Richtung fortzusetzen. Die Zeitschiene: Wenn die Gemeindevertretung im Herbst 2016 die notwendigen Aufstellungsbeschlüsse fasst, könnte ein Jahr später, wahrscheinlich aber erst im Frühjahr 2018, der eigentliche Bebauungsplan beschlossen werden. Ab Baurecht rechnen Planer und Investor mit einer Bauzeit von 24 Monaten.

dis

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