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Ostholstein Härtetest für Touristenverkehr hält noch bis 2019 an
Lokales Ostholstein Härtetest für Touristenverkehr hält noch bis 2019 an
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20:12 04.01.2018
Autofahrer halten sich meistens freiwillig an die „Tempo 30“-Begrenzung, denn mehr lässt die marode Straße Burg–Wulfen kaum zu.

Der anhaltende starke Regen zu Jahresbeginn hat die Probleme entlang der Straße noch verschärft. Wer sich als Autofahrer von Burg aus am kleinen Wäldchen vorbei in Richtung Wulfen quält, wird schon freiwillig kaum schneller als Tempo 30 fahren – ein Härtetest.

Auf der Insel wird in diesem Jahr kräftig in das Straßennetz investiert. Weit über zwei Millionen Euro für die Instandsetzung und Sanierung sind eine starke Hausnummer. Doch das größte Sorgenkind, die Strecke von Burg nach Wulfen, muss bis zur Fertigstellung der K 43 in 2019 warten.

Schlagloch reiht sich an Schlagloch, die Banketten sind weitgehend ausgefahren und marode. Neben der Geschwindigkeitsbegrenzung hat Bauhofleiter Timo Jädke schon vor Monaten eine weitere Maßnahme veranlasst: Mit Leitpfosten versucht man, die restliche Bankette einigermaßen zu schützen. „Wir haben eine Verkehrssicherungspflicht“, betont Bauamts-Leiter Marcel Quattek.

Die schmale Straße ist längst nicht mehr dem pulsierenden Verkehr gewachsen. Sommertags wird sie von zahllosen Wohnwagen-Gespannen und Wohnmobilen in Richtung zweier großer Campingplätze genutzt.

Andere fahren zum Golfplatz oder zum Kiten und Surfen. Dazu kommen Reitsport- Gespanne, der Transport von Booten und Yachten ins Winterlager und jetzt außerhalb der Saison schwere Fahrzeuge, die zur Kohlernte eingesetzt werden.

Dazu sind oft täglich Tausende Urlauber im Frühjahr, Sommer und Herbst unterwegs – mit Auto oder auch per Fahrrad. Und natürlich viele Einheimische, die nach Burg zum Einkaufen fahren oder zu ihrer Arbeitstätte und wieder zurück. Ein reibungsloser Begegnungsverkehr ist daher kaum noch möglich.

„Wir kommen mit Tempo 30 und Leitpfosten nicht noch zwei weitere Saisons mit diesem Riesenproblem klar“, beschwört Malte Riechey, Geschäftsführer vom Campingplatz Wulfener Hals. Er hat der Kommune sogar eine preisgünstige, aber effektive Zwischenlösung offeriert, die rund 150 000 Euro kosten dürfte – doch die Politik ist darauf nicht eingegangen.

Notgedrungen: Neben haushaltsrechtlichen Zwängen, die eine zügige Vergabe wie in der Privatwirtschaft erschweren, gibt es ein gravierendes zweites Problem. Erst 2019 soll der vom Land bezuschusste Ausbau der K 43 (ehemals Blieschendorfer Allee) fertig sein. Der lange Atem bei der Kreisbaumaßnahme ist vielen Insulanern ein Dorn im Auge.

So lange die Vollsperrung der K 43 anhält, kann die parallele Strecke Burg-Wulfen nicht wegfallen, sonst droht der endgültige Verkehrskollaps. Oft sich der verhindern lässt, wird man im Frühjahr sehen, wenn die 1,4 Kilometer lange Gemeindestraße Avendorf-Wulfen saniert wird. Ein Härtetest droht, wenn Ostern der erste Urlauberansturm naht: Dann fällt sie als Umleitungsstrecke für die K 43 aus – und noch mehr Verkehr muss auf die Strecke Burg-Wulfen ausweichen.

Von Gerd-J. Schwennsen

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