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Ostholstein Hafenhotel auch als Hochwasser-Bollwerk
Lokales Ostholstein Hafenhotel auch als Hochwasser-Bollwerk
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20:15 03.09.2013

Die Baugenehmigung für das Hafenhotel „Meereszeiten“ in Heiligenhafen ist vorgestern vom Kreis Ostholstein erteilt worden. Es könnte also losgehen mit dem Bau des Hotels im Speicherstil an der Westecke des Hafenbeckens, das wie berichtet über 199 Betten in 86 Zimmern, davon elf Suiten, verfügen soll. Dazu sind ein Wellness- und Spa-Bereich, ein Veranstaltungssaal und ein Storebereich mit offenen Shops geplant. Finanziert wird das rund zehn Millionen Euro teure Objekt von einer 30-köpfigen regionalen Investorengruppe.

Zwei Hürden gilt es allerdings noch zu überwinden, wie sich jetzt in der Sitzung des städtischen Haupt- und Finanzausschusses ergab. Ulrich Elsner, Geschäftsführer der Küstenfischer Nord und der Investorengesellschaft, stellte dort die Pläne noch einmal ausführlich vor.

Zum einen müssen vor Baubeginn rund 3500 Kubikmeter Boden ausgetauscht und 188 Bohrpfähle gesetzt werden, weil sich der einstmals an dieser Stelle aufgeschüttete Boden nicht für eine derartige Bebauung eignet, führte Elsner aus. Eine Unterkellerung des Hotels sei aus diesem Grunde und wegen des Hochwasserschutzes auch nicht möglich, weshalb im östlichen Bereich des Gebäudes Lager- und Wirtschaftsräume zu ebener Erde eingeplant seien, ergänzte Elsner.

Noch unklar und für die Investorengruppe daher sehr unbefriedigend gestaltet sich die Frage des dringend notwendigen Hochwasserschutzes am Kommunalhafen. Der Hotelneubau soll in das Hochwasserschutzkonzept integriert werden, in welcher Form und mit welchen Kosten, daran wird zurzeit noch gearbeitet. War bisher die Rede von einer „eleganten“ Lösung etwa in Form einer Glaswand oder einer verkleideten Mauer gewesen, so tauchten in der Sitzung jetzt erstmals Pläne von einer Treppe auf, die zum erhöht angelegten Erdgeschoss des Hotels führen soll. Bauamtsleiter Marcel Quattek zeigte sich selbst überrascht von dieser Variante und Ausschussvorsitzender Stephan Karschnick (CDU) forderte eine rasche Überprüfung, wo sie herkomme. Bürgermeister Heiko Müller (parteilos) räumte ein, dass zunächst einmal Fördermittel für die Hochwasserschutzmaßnahme generiert werden müssten: 90 Prozent schieße das Land aber nur für die schlichteste Variante, eine einfache Betonwand, zu.

Diese Mittel müsse man erstmal sicherstellen, für eine schönere Variante könne man später dann immer noch draufzahlen, so der Bürgermeister.

Michael Kirchner

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