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Ostholstein Hafenmasterplan ist das nächste Millionenprojekt
Lokales Ostholstein Hafenmasterplan ist das nächste Millionenprojekt
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21:15 15.07.2016
Joachim Gabriel, Geschäftsführer der Heiligenhafener Verkehrsbetriebe, blickt auf den Kommunalhafen. Quelle: Peter Mantik

 Hierfür hatten die Heiligenhafener Verkehrsbetriebe (HVB) als 100-prozentige Tochtergesellschaft der Stadt von der Politik den Auftrag erhalten. Für die Erstellung des Konzeptes „Hafenkante“ wurde jetzt eine 50-prozentige Förderung vom Land in Höhe von 40000 Euro bewilligt. Für die Realisierung der damit verbundenen Bauvorhaben dürfte eine mittlere zweistellige Millionensumme fällig werden.

Verkehrsbetriebe (HVB) schieben Konzept zur Neugestaltung an – Auch Hafencity bleibt Thema – Und: Vision eines Hotels an der Ostmole.

„Für die Neugestaltung

im Hafen sollten sich alle einbringen.“ Joachim Gabriel, HVB-Geschäftsführer

In die Betrachtung fällt das gesamte Hafengebiet zwischen Steinwarderdamm und Ostmole bis in die Stadt zum Thulboden und Bahnhofsplatz – das Herzstück der Stadt. „Wir müssen alle Geschäftsleute, Anlieger, Politik und Verwaltung an einen Tisch bringen“, sagt HVB- Geschäftsführer Joachim Gabriel. Ohne LEV, Segler-Vereinigung Heiligenhafen, Küstenfischer sowie andere Institutionen und Geschäfte ginge es nicht. Im Interesse der Stadt müsse ein Konzept wie aus einem Guss entstehen. Inklusive intelligenter Anbindung zur Stadt. Hierfür sei Eckernförde ein Vorbild, wo genau dies hervorragend gelungen sei. Aus diesem Grunde hatte Gabriel die Stadtvertreter vor zwei Jahren nach Eckernförde eingeladen.

Die von Bürgermeister Heiko Müller (parteilos) ins Spiel gebrachte Hafencity auf einem Teilgebiet ist damit nicht vom Tisch. Gabriel dazu: „Wir hören uns natürlich alles an. Am Ende werden alle Vorschläge besprochen und die Politik entscheidet final darüber, was umgesetzt wird und was nicht.“ Müller erklärte jüngst, dass die interessierten Investoren einer Hafencity mittlerweile drei vorstellbare Varianten erarbeitet hätten. Er spielt gern den Ball zu den HVB: „Mir geht es um die Sache. Wer ein solches Projekt umsetzt, ist sekundär.“ Neuer Schmusekurs in der Warderstadt – das hat es lange nicht gegeben. Die Investoren bereiten eine öffentliche Präsentation ihrer Varianten für diesen Spätsommer/Herbst vor. Was auch Gabriel begrüßt. „Die Eindrücke fließen dann mit ein.“

Auch die HVB gehen nicht ohne Visionen an die Hafenneugestaltung heran. Beispiel Ostmole. „Hier könnten ein Hotel sowie mehrere Apartments auf Stelzen entstehen“, erläutert Gabriel. Er spricht von bis zu 50 Einheiten. 2013 habe seine Tochter im Rahmen ihres Architekturstudiums eine Visualisierung (siehe Abbildungen) zum Nulltarif erstellt. Davon profitieren offensichtlich beide Seiten.

Fortgeschritten sind die Planungen für eine Sanierung der Kleinfischerbrücke im Kommunalhafen. Für den Förderantrag läuft beim Land ein Bewilligungsverfahren. Gabriel beziffert die Gesamtkosten auf 760000 Euro, 75 Prozent Förderung – also 570000 Euro – seien möglich. Es soll sich darauf ein öffentliches WC befinden, vielleicht sogar einige (Fischer-)Hütten. Die Brücke soll insgesamt weitläufiger und damit auch für Touristen noch attraktiver gestaltet werden.

Das Gesamtkonzept Hafenkante soll laut Gabriel bis Frühling 2017 erstellt sein, im zweiten Schritt müssten F- und B-Pläne bis Ende 2017 angepasst sowie konkrete Gespräche über einzelne Projekte innerhalb des Konzeptes ab 2018 geführt werden. Auch eine öffentliche Bürgerversammlung sei im Vorfeld angedacht, wo der Grund für eine Neugestaltung erklärt, Ziele definiert und eine Ideensammlung präsentiert werden. Das neue Heiligenhafen nimmt weiter Gestalt an.

 Peter Mantik

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