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Ostholstein „Haff und Huk“ betreut neues Naturschutzgebiet auf Fehmarn
Lokales Ostholstein „Haff und Huk“ betreut neues Naturschutzgebiet auf Fehmarn
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18:14 14.04.2016
Gruppenfoto in Westermarkelsdorf mit einem vier Wochen jungen Lamm: Bernd Ochsen, Dr. Silke Struve-Blanck, Carsten Mackeprang, Mathias Krause und Margot Marquardt — der Vorstand des NSG-Betreuungsvereines „Haff und Huk Nordfehmarn“ (von links). Quelle: Fotos: Schwennsen

Am Markelsdorfer Huk ist es oft sehr zugig, anderntags folgt wieder Sonne pur. Schafe mit jungen Lämmern weiden im äußersten Nordwesten Fehmarns.

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Fehmaraner stehen damit in Verantwortung für das neue Naturschutzgebiet „Nördliche Seeniederung“ — Kommende Woche findet eine große Info-Veranstaltung statt.

„Wir können damit ein NSG vor der Haustür begleiten.“Vors. Mathias Krause

Für unzählige Wasservögel ist das entlegene Areal am Salzensee ein Eldorado. Und ein geschütztes Rückzugsgebiet für die gefährdete Tier- und Pflanzenwelt: Denn das alles gehört jetzt zum neuen Naturschutzgebiet „Nördliche Seeniederung Fehmarn“, das im Sommer 2014 vom Land Schleswig-Holstein ausgewiesen wurde. 2017 übernimmt der neue Verein „Haff und Huk Nordfehmarn“ die fachliche Betreuung.

Es ist eine große Herausforderung. Denn das vierte NSG-Gebiet auf der Insel ist zugleich mit rund 750 Hektar das größte. Es reicht von Bojendorf entlang der Nordküste bis an Puttgarden heran. Neben verschiedenen Haffseen zählen Feuchtwiesen, Schilfgürtel oder eben das Markelsdorfer Huk dazu.

Mindestens genauso spannend und faszinierend gestaltet sich die künftige Betreuung. Denn das Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räumen (LLUR) hat sie an einen Verein von der Insel vergeben. 14 Gründungsmitglieder zählt „Haff und Huk Nordfehmarn“. Gestern besprach der Vorstand beim LLUR in Flintbek weitere Details.

Noch 2015 bahnte sich ein Konkurrenzkampf an. Der Naturschutzbund (Nabu), der auf Fehmarn bereits in Wallnau, am Krummsteert und am Grünen Brink seit Jahrzehnten starke Akzente setzt, und der Naturschutzverein „Nördliche Binnenseen“, dem viele Landeigentümer angehören, bewarben sich um die Betreuung. Der Pluspunkt des Vereines: Er kooperiert seit Jahren erfolgreich mit der Stiftung Naturschutz.

Das LLUR hatte dann doch nicht die Qual der Wahl. Denn der Nabu hat seine Bewerbung zurückgezogen. Und die Landwirte regten selbst an, in einem neuen Verein mitzuwirken, in dem auch andere Interessen einfließen. Vorsitzender Matthias Krause, der selber Schäfer ist: „Diese unabhängige Struktur in der Betreuung macht Sinn.“

Alle ziehen jetzt an einem Strang — und wollen die einmalige Chance nutzen, die Entwicklung eines neuen Naturschutzgebietes „vor der Haustür“ mit zu begleiten. Ein wichtiger Pluspunkt: Man kennt sich untereinander, dadurch lassen sich mögliche Konflikte vielleicht leichter lösen, als wenn die Ansprechpartner fern der Insel leben.

Das LLUR vergibt die Betreuung ab 1. Januar 2017 für drei Jahre an den neuen Verein. Doch schon 2016 nimmt er die Arbeit auf. Schon bestehen die ersten Arbeitsgemeinschaften mit bekannten und auf Fehmarn anerkannten Experten der Biologie (Niko Sähn), der Ornithologie (Prof. Dr. Stefan Link) und der Umweltbildung (Erik Fockel). Weitere Schwerpunkte sollen folgen. Geplant ist 2016 ein Amphibien-Monitoring, um 2017 erste Vergleichszahlen zu haben. Der gemeinsam mit der Stadt geplante Aussichtsturm bleibt weiterhin ein Thema.

Eine große Info- und Mitgliederversammlung mit Referenten findet am Mittwoch, 20. April, ab 19 Uhr im „Gasthof Meetz“ in Bannesdorf statt. Dort hofft der Verein weitere Mitstreiter zu gewinnen.

Von Gerd-J. Schwennsen

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