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Ostholstein Haffkruger Kurparkhaus wird saniert
Lokales Ostholstein Haffkruger Kurparkhaus wird saniert
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22:27 24.10.2013
90 000 Euro will die Gemeinde für die Sanierung des Haffkruger Kurparkhauses bereitstellen. Quelle: cd

Seltene Einigkeit herrschte am Mittwoch in der Sitzung des Scharbeutzer Tourismus-Ausschusses: Das Haffkruger Kurparkhaus soll jetzt doch erhalten bleiben und möglichst schnell saniert werden. Ein entsprechender Antrag der SPD fand im Ausschuss einhellige Zustimmung.

Während der Einwohnerfragestunde zu Beginn der Sitzung hatten Vertreter einiger Verbände und Vereine, die auf ihren wichtigen Treffpunkt seit geraumer Zeit verzichten müssen, den Politikern noch einmal ins Gewissen geredet. „Ich hoffe, dass Sie sich zusammenraufen“, appellierte beispielsweise Hartmut Frehse, der stellvertretende Dorfvorsteher von Haffkrug. Er erinnerte daran, dass die letzte Renovierung 1981 vorgenommen worden und der Niedergang über die Jahre somit nicht verwunderlich sei. Außerdem verwies er auf ein Schreiben an alle Fraktionen der „Arbeitsgruppe Zukunft Haffkrug“, deren Sprecher der neue Haffkruger Dorfvorsteher Helmut Kurth ist, in dem die Dringlichkeit des Erhalts des Kurparkhauses deutlich gemacht wurde.

Auch Heidi Knoop vom Kulturellen Frauenverein ergriff das Wort: „Wenn Sie sich einigen, habe ich die vage Hoffnung, dass wir mit 70 bis 80 älteren Menschen dort eine Weihnachtsfeier veranstalten können“, sagte sie. Außerdem bot sie an, dass die Haffkruger tatkräftig mit anpacken wollen, um die Unordnung im Kurparkhaus zu beseitigen und die handwerklichen Arbeiten auszuführen, für die keine Fachfirma notwendig sei.

Jürgen Brede erläuterte noch einmal ausführlich den Antrag der SPD zum Erhalt des Kurparkhauses. „Das ist ja keine neue Geschichte“, sagte er, und dass die SPD in den vergangenen Jahren mehrfach auf das Problem hingewiesen habe. Dabei gab er auch Fehler zu: „Wir haben schon einmal Haushaltsmittel für Sofortmaßnahmen beantragt, dann aber gepennt und das nicht weiterverfolgt.“ Für den Niedergang des für die Haffkruger so wichtigen zentralen Treffpunktes machte er auch den ehemaligen Pächter verantwortlich.

Die Entkernung des Gebäudes sei mit den Verbänden und Vereinen sicher gut zu machen, führte er weiter aus. Die Gemeinde solle dafür einen Container zur Verfügung stellen. Die Kosten für die Wiederherstellung der Räume bezifferte Jürgen Brede auf 90 000 Euro. Außerdem forderte er, dass das Haus und das Grundstück im Gemeindebesitz bleiben. „Auch eine Verpachtung auf Erbbaubasis kommt nicht in Betracht“, stellte er klar. Und schließlich solle durch eine Ausschreibung ein Pächter für die Gastronomie gefunden werden, der sich im Rahmen vertraglicher Bedingungen an den Kosten beteilige.

Alle Fraktionen unterstützten bei der anschließenden Diskussion den SPD-Antrag. Thomas Witting (CDU) ergänzte ihn dahingehend, dass die Kosten bei 90 000 Euro gedeckelt werden sollten und, falls es in zwei oder drei Jahren neue Ideen und Konzepte für die Nutzung geben sollte, dass die Haffkruger darüber abstimmen können. Erich Bierhals (FDP) gab allerdings zu bedenken, dass die Beteiligung des Pächters an den Baumaßnahmen schwierig sein könnte und schlug vor, die Beteiligung auf die gastronomische Einrichtung zu beschränken.

Dr. Jörg Lohmann (WUB) freute sich über die breite Zustimmung und gab auch Fehleinschätzungen in der Vergangenheit zu, nämlich darüber „welche Bedeutung das Kurparkhaus für die Haffkruger hat“, als man über einen Abriss und Neubau als Hotel nachgedacht habe.

Die Annahme des SPD-Antrags erfolgte schließlich einstimmig. Bürgermeister Volker Owerien (parteilos) erläuterte, dass nun Angebote für die notwendigsten Sanierungsarbeiten eingeholt und die erforderlichen Mittel in den Haushalt eingebracht würden.

Brigitte Arms

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