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Ostholstein Haffkruger WC-Streit geht in eine neue Runde
Lokales Ostholstein Haffkruger WC-Streit geht in eine neue Runde
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09:37 22.11.2016

Rolf Wickmann will es sich „von Hamburg aus nicht mehr antun“. Der 71-Jährige hat die Immobilie Strandallee 7 und 8 zusammen verkauft. Jahrzehntelang war sie in Familienbesitz. Er wolle mit der Gemeinde und einem eventuellen neuen Mieter für Haus Nummer 8 nicht weiter streiten und diskutieren. Vor allem nicht über die Einhaltung der Öffnungszeiten eines neu zu bauenden Toilettenhauses im Kurpark, ließ der frühere Zeitschriftenvorstand des Verlages Gruner und Jahr Bürgermeister Volker Owerien (parteilos) sowie alle Gemeindevertreter in einem offenen Brief wissen.

„Hinterfragen Sie den jetzigen Standort der WC-Anlage noch einmal. Rolf Wickmann, Hamburg

Die Scharbeutzer erfuhren bei der Gelegenheit, dass er das Haus an „eine Bürgerin der Gemeinde“ verkauft habe. Sie werde sich „dann direkt vor Ort ebenfalls gegen die WC-Anlage und Sonderöffnungszeiten zur Wehr setzen“, kündigte der Hamburger an.

In den Fokus der Öffentlichkeit rückten die Baupläne für das Toilettenhaus im neu gestalteten Kurpark Ende Februar 2015 während einer öffentlichen Bauausschuss- Sitzung. Gleich am Ende der Tagung schaltete Wickmann telefonisch seinen Anwalt ein.

Das WC-Haus läge 13 Meter vom Wohnhaus und acht Meter von der Terrasse entfernt und ginge mit 12,5 Metern über die gesamte Breite des Grundstücks, kritisierte Wickmann immer wieder.

Mit dem Haffkruger Toilettenstreit beschäftigten sich in den vergangenen Monaten auch die Juristen am Verwaltungs- und am Oberverwaltungsgericht. Sie alle lehnten einen von Wickmann geforderten Baustopp ab. Das Oberverwaltungsgericht habe allerdings die Öffnungszeiten bis abends 20 Uhr eindeutig als „verbindliche Beschränkung“ festgelegt. Bürgermeister Owerien hatte in einem LN-Gespräch angekündigt, er werde prüfen lassen, „ob in Ausnahmefällen, dem gesetzlichen Rahmen entsprechend, andere Öffnungszeiten möglich sind.“

In seinem offenen Brief erneuerte Wickmann seine Forderung an den Bürgermeister und an die politischen Vertreter, den jetzigen Standort der WC-Anlage noch einmal zu hinterfragen und einen anderen Ort zu wählen.

Wenn weiterhin tatsächlich zusätzlich zur vorgesehenen Toilettenanlage im neuen Kurparkhaus ein WC-Haus für notwendig erachtete werde, so sollte dies gegebenenfalls kleiner dimensioniert und an einem anderen Standort errichtet werden, wo es auch nach 20 Uhr geöffnet sein kann, gab Wickmann zu bedenken. Ansonsten sei jetzt schon vorhersehbar, dass es bei eventuell zu erwartenden Anträgen der Gemeinde zur Genehmigung von Sonderöffnungszeiten zu weiteren gerichtlichen Auseinandersetzungen kommen wird.

 Christina Düvell-Veen

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