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Ostholstein Hatice Kara wehrt sich erfolgreich gegen WUB-Vorwürfe
Lokales Ostholstein Hatice Kara wehrt sich erfolgreich gegen WUB-Vorwürfe
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22:15 04.09.2013

Es roch nach Ärger bei der ersten Sitzung des Hauptausschusses der Gemeinde Timmendorfer Strand — vielleicht kamen auch deshalb am Dienstagabend zahlreiche Einwohner ins Rathaus, um die Reaktion von Bürgermeisterin Hatice Kara (SPD) auf die Vorwürfe der Wählergemeinschaft Unabhängiger Bürger (WUB) zu verfolgen. Die WUB-Vertreter warfen der Bürgermeisterin vor, E-Mails nicht zu beantworten, Sitzungsprotokolle nicht zeitnah zu erstellen, die Ausschreibungen zum Teehaus ohne den zuständigen Fachausschuss beschlossen zu haben und die Internet-Seite www.hatice-kara.de auf Gemeindekosten zu betreiben. Alle Seiten waren jedoch bemüht, keine Schärfe in die Diskussion zu bringen, was zum Teil auch gelang. Um den Neuanfang der Gemeindevertretung nicht zu gefährden, wollen die Vertreter aus allen Fraktionen an einem Workshop-Wochenende Spielregeln zum Umgang miteinander lernen.

„Das Thema wurde heißer gekocht, als es gegessen wird“, beschwichtigte die Hauptausschussvorsitzende Nicole Hopp von der WUB, als der Tagesordnungspunkt 7 an der Reihe war. Dabei war sie es, die die Vorwürfe an Hatice Kara auf die Tagesordnung setzte. Der Vorwurf, dass Kara Anfragen nicht beantwortet haben soll, konnte nicht erhärtet werden — und auch nicht, dass die Ausschreibung für das Teehaus ohne Beteiligung des zuständigen Fachausschusses beschlossen worden sei. „Langsam wird es peinlich, Frau Hopp“, warf Klaus-Peter Ninnemann (SPD) ein. Die verspätete Erstellung von Sitzungsprotokollen sei nach Angaben von Hauptamtsleiter Martin Scheel darauf zurückzuführen, dass im vergangenen Mai außergewöhnlich viele Sitzungen einberufen wurden, deren Protokolle nicht in der vorgeschriebenen Frist von 30 Tagen erstellt werden konnten.

Auch der Vorwurf, Hatice Karas persönliche Internetseite würde von der Gemeinde finanziert, stellte sich als haltlos heraus. „Selbstverständlich bezahle ich diese Webseite selber“, sagte Kara, während sie mit der Rechnung wedelte, die sie selber bezahlt hat. „Es ist eine ungeheure Unterstellung und noch dazu ehrschädigend, dass es in der Presse breit getreten wurde“, so Kara, die den Hauptausschuss nicht als geeigneten Ort für solche Fragen bezeichnete und sich einen kurzen, formlosen Anruf gewünscht hätte. Der SPD-Fraktionsvorsitzende Jörg Eckert hatte eigentlich eine Stellungnahme der Fraktion vorbereitet, die er verlesen wollte, was er allerdings für den allgemeinen Frieden im Ausschuss unterließ und sich auf wenige Worte beschränkte: „Ich bin erstaunt und auch erbost, dass so etwas in einer Hauptausschusssitzung und in der Presse diskutiert wird.“

Fraktionsübergreifende Zustimmung fand die Teilnahme aller Gemeindevertreter an einem Workshop-Wochenende am Ende dieses Monats. Dort wollen die Gemeindevertreter den Umgang miteinander lernen und somit die Arbeit für die Gemeinde effektiver gestalten. Dieser Workshop soll auch eine Antwort sein auf die teils sehr heftig geführten Diskussionen der vergangenen Legislaturperiode.

Hannes Lintschnig

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