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Ostholstein Eutin GmbH weiter für Tourismus zuständig
Lokales Ostholstein Eutin GmbH weiter für Tourismus zuständig
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20:37 12.09.2018
Der Hauptausschuss tagte am Dienstag im Eutiner Rathaus. Quelle: Luisa Jacobsen
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Eutin

Die Auflösung der Eutin GmbH und den Tourismus in die Hände der Stadtverwaltung legen – das forderte die Fraktion der Freien Wählergemeinschaft (FWE) am Dienstagabend im Eutiner Hauptausschuss. Die Bereiche Wirtschaftsförderung, Stadtmarketing und Tourismus sollten in einem neu zu organisierenden Geschäftsbereich personell und fachlich direkt dem Bürgermeister unterstellt werden.

In ihrem Antrag kritisierte die FWE unter anderem: „Die Eutin GmbH besteht im Wesentlichen aus einer kleinen Mannschaft: ein Geschäftsführer, fünf Mitarbeiterinnen und einer Auszubildenden, die ausschließlich in der Tourist-Info eingesetzt sind. Einen Aufsichtsrat gibt es nicht. Eine strategische Ausrichtung und Zielsetzungen sind nicht vorhanden.“ Der Umstand, dass der bisherige Geschäftsführer Per Köster seinen Vertrag nicht verlängert hat, biete jetzt eine gute Gelegenheit, den gesamten Bereich neu zu überdenken und zu organisieren. Den Plan, künftig einen Aufsichtsrat zu installieren, lehnt die Fraktion ebenfalls ab: „Die Gründung eines Aufsichtsrates in der vorhandenen Organisation ist überzogen und wird durch die Vergütung für dessen Mitglieder außerdem zu einer Kostenmehrung führen.“ Fraktionsmitglied Malte Tech sagte dazu am Dienstagabend: „Die Eutin GmbH hat nur sechs Mitarbeiter und im Aufsichtsrat sitzen dann sieben oder acht Mitglieder. Das gäbe es wohl in Deutschland zum ersten Mal.“

Mehrheit des Gremiums gegen den Antrag

Zustimmung fand der Antrag der FWE nicht. So sagte Monika Obieray von den Grünen: „Eine Auflösung der Eutin GmbH halten wir für falsch.“ Tourismus könne von der Stadtverwaltung nicht nebenbei gemacht werden. Über die Größe und Gestaltung des Aufsichtsrates könne man hingegen noch reden. Dem stimmte auch Matthias Rachfahl, Fraktionsvorsitzender der CDU, zu: „Mit der CDU wird es keine Auflösung der der Eutin GmbH geben.“

Diskussion um Marktstandort vertagt

Nach einem Antrag der Grünen soll die Verwaltung Alternativstandorte für den Eutiner Wochenmarkt prüfen. Zwingen Großveranstaltungen den Markt zum Umziehen, findet er derzeit auf dem Berliner Platz statt. Einige Standbetreiber hätten dort aber Umsatzeinbußen zu beklagen, weil der Platz weniger frequentiert sei, so die Grünen. Sie schlagen deshalb die Stolbergstraße vor, die FDP die Straße Segenhörn.

Die Abstimmung über den Antrag fand am Dienstag nicht statt. Nach Auskunft vom Vorsitzenden Matthias Rachfahl (CDU) wollten die Marktbeschicker Anfang Oktober erst einmal besprechen, ob sie überhaupt einen anderen Alternativstandort bevorzugen würden. Zum Hauptausschuss am 23. Oktober sollen dann Vertreter der Marktbeschicker eingeladen werden.

Bürgermeister Carsten Behnk reagierte positiv auf das Meinungsbild im Hauptausschuss. „An der GmbH ist nicht zu rütteln“, sagte Behnk. Die Aufgabe des Tourismus-Managements sei zu wichtig, als dass die Stadt das nebenbei übernehmen könne. Mit einem Augenzwinkern bedankte er sich aber für das Vertrauen der FWE in seine Fähigkeiten dahingehend.

Der Betrieb der Eutin GmbH wird jetzt weiterhin übergangsmäßig von Martin Klehs vom Fachbereich 2 (Bürgerservice und Tourismus) geführt. Dies hatte der Bürgermeister bereits am 9. August mit Hilfe einer Eilentscheidung veranlasst. Die FWE kritisierte dieses Vorgehen gestern erneut. Der Vorgang sei rechtlich nicht korrekt gewesen. Der Bürgermeister weist den Vorwurf zurück: „Bei der Ernennung ist alles rechtlich korrekt gelaufen.“

Luisa Jacobsen

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