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Ostholstein Hauptausschuss kassiert Fremdenverkehrsabgabe
Lokales Ostholstein Hauptausschuss kassiert Fremdenverkehrsabgabe
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18:14 08.06.2016

Verärgerung im Vorfeld und gut gefüllte Zuschauerreihen im zuständigen Hauptausschuss: Das Thema einer möglichen Neuberechnung der Fremdenverkehrsabgabe hat die Gemüter einiger Eutiner Geschäftsleute sehr bewegt. „Berechtigterweise", wie der Ausschussvorsitzende Matthias Rachfahl (CDU) bemerkte. Von diesem Wirbel ließen sich die politisch Verantwortlichen nicht irritieren. Sachlich und unaufgeregt diskutierte der Ausschuss die von Kämmerer Andreas Lietzke dargelegten Zusammenhänge und Voraussetzungen der von der Verwaltung vorgeschlagenen Neuregelung.

Die Stadt Eutin nimmt 120000 Euro über die Abgabe ein, die in den 400 000-Euro-Topf für touristisch relevante Maßnahmen fließen. Diese Summe wäre auch im Falle einer neuen Berechnung nicht verändert worden, stellte Lietzke mehrfach klar. Er verwies auf andere Kommunen, die nach dem neuen umsatzorientierten System arbeiteten. In einer Sitzungspause kamen die Stadtvertreter dennoch gemeinsam zu dem Ergebnis: Das brauchen wir nicht. Der Beschluss erfolgte einstimmig.

Damit ist der Ansatz, die Fremdenverkehrsabgabe auf Grundlage des individuellen Umsatzes festzulegen, ad acta gelegt. Der Vorteil einer gerechter verteilten Belastung, den Lietzke anführte, vermochte den deutlich erhöhten Arbeitsaufwand in den Augen des Gremiums nicht aufzuwiegen. Der Umsatz hätte jährlich freiwillig gemeldet werden oder aus einer zentralen Tabelle mit einem Durchschnittswert beziffert werden müssen, um die Abgabe berechnen zu können. „Wer keine Arbeit hat, macht sich welche“, kommentierte Elgin Lohse (CDU). Mit dem Schlussstrich wird auch ein Schreiben der Verwaltung hinfällig, in dem dazu aufgefordert worden war, bis zum 30. Juni Umsatzzahlen mitzuteilen. Ein Brief, für den sich Lietzke ausdrücklich entschuldigte: „Wir sind da verbal über das Ziel hinausgeschossen.“

aj

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