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Ostholstein Haushalt: Ratekau richtet Fokus auf den Ortskern
Lokales Ostholstein Haushalt: Ratekau richtet Fokus auf den Ortskern
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20:14 18.12.2017
Im Februar geht es los: Bürgermeister Thomas Keller, die Gleichstellungsbeauftragte Bärbel Vornweg und Architekt Stefan Mäder (hinten v. l.) zeigen Lebenshilfe-Geschäftsführerin Susanne Voß (vorne) das neue Familienzentrum. Quelle: Foto: Saskia Bücker

Die Gemeinde beteiligt sich mit 400000 Euro Eigenanteil an der Sanierung des Ortskerns, von Bund und Land gibt es 725000 Euro Fördermittel. Stückchenweise werde das Zentrum aufgewertet, sagt Bürgermeister Thomas Keller (parteilos). Von Mitte Januar an rollen die Bagger durch den Ortskern, reißen Gebäude ab. Dann wird ein neues Geschäftshaus gebaut, mit Miet- und Eigentumswohnungen, einer Tiefgarage sowie einem Ärztehaus. Die Veränderung des Ortskerns ist schon dieser Tage sichtbar. Das ehemalige Jugendzentrum in einem Wohnhaus neben den Supermärkten hat bereits einen neuen Anstrich, einen barrierefreien Zugang und einen Anbau bekommen. Auf einer doppelt so großen Fläche von 330 Quadratmetern wird Anfang Februar ein Familienzentrum eröffnet. Die Lebenshilfe, Rechtsberatung, Jugendarbeit und Beratungsangebote für Familien, Senioren und Migranten sind künftig gebündelt unter einem Dach.

Auch in die Feuerwehr investiert die Gemeinde: 200000 Euro fließen in drei Lösch- und Transportwagen.

Gute Nachrichten für Anwohner der Landesstraße 309: Wer Straßenausbaubeiträge für die Sanierung der Ortsdurchfahrt zahlte, bekommt jetzt Geld von der Gemeinde zurück. Insgesamt 48000 Euro zahlt sie den Anwohnern. Der Grund: Das Land hat ein neues Gesetz verabschiedet, das es den Gemeinden freistellt, ob sie bei den Anwohnern Beiträge für den Straßenausbau erhebt. Die Gemeindevertreter in Ratekau entschieden sich einstimmig dagegen. Sie wollen Anwohner in Zukunft nicht mehr zur Kasse bitten.

Schlechte Nachrichten für Familien: Die Betreuungsangebote in der Ferienzeit werden teurer. Die Kosten lagen bisher bei 60 Euro im Monat, ab 2018 sind es 70 Euro. „Das ist immer noch sehr günstig“, sagt Keller. Wegen der geringen Gebühr sei das Defizit für die Gemeinde immer größer geworden.

Bürgermeister Keller gibt sich zufrieden: „Wir haben einen guten Haushalt.“ Die Gemeinde geht von einer positiven Bilanz für 2018 aus, mit einem Jahresüberschuss von 18000 Euro. Die Schulden werden zurückgehen, von 5,9 Millionen auf 5,5 Millionen Euro. Die Pro-Kopf-Verschuldung beträgt dann 365 Euro. „Dabei ist uns wichtig, dass wir die Kredite kontinuierlich herunterfahren“, sagt Keller. Für 2018 ist keine Aufnahme von neuen Krediten eingeplant. Die Grundsteuer (A und B) sowie die Gewerbesteuer bleiben unverändert. Der Personalbereich der Gemeinde wächst mit sechs Stellen auf 107 Mitarbeiter an, weil Ratekau die Trägerschaft für den Waldkindergarten Pansdorf übernommen hat.

Von Saskia Bücker

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