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Ostholstein Haushalt und Kurabgabe beschlossen
Lokales Ostholstein Haushalt und Kurabgabe beschlossen
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22:56 30.11.2016
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Großenbrode

Letzte Gemeindevertretersitzung des Jahres in Großenbrode. Hierbei wurden der Haushalt 2017 sowie der Nachtragshaushalt 2016 beschlossen.

Allerdings jeweils ohne die drei Stimmen der Bürger für Großenbrode (BfG). Klaus Reise zur Begründung: „In Großenbrode fließt alles in den Tourismus, das ist nicht nachvollziehbar.“ Er argumentierte auch gegen eine Erhöhung der Zuwendungen für die Tourismus-GmbH um 200000 Euro. Mehrheiten erzielte Klaus Reise für die Position der BfG aber nicht. Die Gemeinde sei zwar schuldenfrei, aber die Tourismus-GmbH habe knapp eine Million Schulden. Und für die bürge die Gemeinde. Bürgermeister Jens Reise (CDU): „Für eine Gemeinde unserer Größe ist das sehr wenig.“ Der Tourismus genieße oberste Priorität.

Deshalb wird auch die Ganzjahreskurabgabe eingeführt sowie die Hauptsaison verlängert. Begründung von Tourismuschef Ubbo Voss: „Diese Handhabe ist an der gesamten Küste gängige Praxis.“ Außerdem erbringe der Tourismus auch im gesamten Jahr Leistungen wie diverse Veranstaltungen. Durch diese Anpassung würde eine knapp sechsstellige Summe pro Jahr in die Kasse gespült. Da der gesamte Ort als Kurgebiet gilt, müsste theoretisch jeder Gast Großenbrodes – auch zum Brötchen holen oder für einen Besuch beim Friseur oder Gang zum Friedhof – dafür eine Kurabgabe entrichten. Hierbei gab es vier Gegenstimmen, dennoch ist der Antrag beschlossen. Als Hauptsaison gilt die Zeit vom 1. Mai bis 30. September, als Nebensaison der Zeitraum vom 1. Januar bis 30. April und vom 1. Oktober bis 31.

Dezember jeden Jahres. Der Tourismusbeitrag beträgt pro Tag und beitragspflichtige Person in der Hauptsaison 2,50 Euro, in der Nebensaison 1,50 Euro.

Die Sanierung der Zufahrtsstraße zu CP Kelco war dann noch Thema. Was die Gemeindevertretung nicht bedacht hatte: Bei der gewünschten Variante, das Kopfsteinpflaster neu auszukoffern, müsste die gesamte Straße gesperrt werden. Was CP Kelco empfindlich treffen würde. Aber auch die Anwohner. Klaus Reise (BfG) dazu: „Ohne die Gewerbesteuereinnahmen von CP Kelco in Höhe von 1,8 Millionen Euro im Jahr wären wir als Kommune nicht flüssig. Dass wir jetzt rumeiern, ist peinlich und piefig.“ Man müsse eine Ausbauvariante beschließen, die für die kommenden 80 Jahre halte. Dem stimmten CDU, FDP und SPD nur bedingt zu. Es wurde eine Asphaltlösung mit neuem Unterbau beschlossen. Hierbei kann der Verkehr in der Bauphase weiter fließen.

 Peter Mantik

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