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Ostholstein Heftige Kritik an Plänen von Femern A/S
Lokales Ostholstein Heftige Kritik an Plänen von Femern A/S
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20:33 22.01.2018
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Fehmarn

„Wir haben diese Frist nicht voll ausgenutzt, um später vor Gericht dem Vorwurf eines Fristversäumnisses zu entgehen“, erklärt Hendrik Kerlen vom fehmarnschen Aktionsbündnis die frühe Abgabe der Stellungnahme. Wegen der Fristsetzung durch die APV – sie hat das Verfahren seit Jahresbeginn innerhalb des Kieler Verkehrsministeriums übernommen – habe das Aktionsbündnis die von Femern A/S eingereichten Planänderungen nur kursorisch prüfen können. Kursorisch bedeutet, dass man ohne sich an Einzelheiten aufzuhalten rasch die Schwerpunkte behandelt. Kerlen: „Unsere Durchsicht zeigte jedoch erneut: Der Vorhabenträger ist weiterhin nicht bereit, all den bisherigen Murks in seiner Planung gründlich zu überarbeiten. An fachlicher Inkompetenz dürften die Planungsmängel wohl kaum liegen. Eher wohl an fehlendem Planungsmanagement.“

Das macht Kerlen an zwei Beispielen fest.

• Die Anhörungsbehörde habe die am 21. Dezember von Femern A/S eingereichten Planänderungsunterlagen nicht überprüft, bevor sie am 5. Januar an die Verbände und die Stadt Fehmarn ausgegeben wurden. Femern A/S habe zwar gegenüber 2016 einige Änderungen farblich markiert. Es gebe jedoch auch nicht markierte Änderungen, sagt Kerlen. Und bei denen seien „in früheren Unterlagen erforderlich gehaltene Behördengenehmigungen klammheimlich gestrichen worden“, betont Kerlen sauer. „Das hätte die Behörde feststellen müssen, zumal sie zu einer Vorprüfung verpflichtet ist.“

• Als unhaltbar habe sich zudem die Behauptung der Behörde erwiesen, bei den erneuten Planänderungen handele es sich nur um redaktionelle Nacharbeiten. Die Unterlagen enthielten mehrere fachliche Ergänzungen zu den Belangen des Natur- und Umweltschutzes. Mit ihnen wolle Femern A/S die Plausibilität ihrer früheren Untersuchungsergebnisse nochmals erhärten. Besonders auffällig sei dies beim Artenschutz des Schweinswals. Der Nachweis, dass die umfangreichen Baggerarbeiten im Fehmarnbelt für die Umwelt harmlos seien, fehle aber weiter.

Von Louis Gäbler

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