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Ostholstein Ampel für gefährliche Kreuzung gefordert
Lokales Ostholstein Ampel für gefährliche Kreuzung gefordert
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15:37 25.10.2018
Der Kreuzungsbereich an der Bergstraße am Ortseingang von Heiligenhafen ist für Fußgänger aber auch für Fahrzeuge schwer zu queren. Quelle: MARKUS BILLHARDT
Heiligenhafen

Der Kreuzungsbereich Bergstraße–Höhenweg–Rubinstraße am Ortseingang von Heiligenhafen rückt wieder in den Fokus. Sowohl die Politik als auch die Stadtverwaltung haben sich in der Vergangenheit mit den schwierigen Verhältnissen für Fußgänger und Fahrzeuge an dieser Stelle beschäftigt. Schon 2014 demonstrierten hier rund 200 Heiligenhafener für eine sichere Querung (LN berichteten). Da eine dauerhafte Lösung wohl noch einige Zeit in Anspruch nimmt, setzt sich die SPD für eine zeitnahe, vorläufige Entschärfung ein.

Verkehrsuntersuchung vor zwei Jahren abgeschlossen

„Hier besteht nach wie vor eine nicht befriedigende und auch gefährliche Verkehrssituation mit zunehmendem Verkehr“, betont Dr. Theodor Siebel, Vorsitzender und Sprecher der SPD Heiligenhafen. Eine Erprobungsphase mit einer Bedarfsampel wurde allerdings damals vom Verkehrsministerium in Kiel untersagt.

Seit November 2016 liegt eine von der Stadt Heiligenhafen in Auftrag gegebene Verkehrsuntersuchung dieses Knotenpunktes vor. Ein Planungsbüro aus Hamburg hat darin Lösungsansätze vorgestellt. Wie Bauamtsleiter Roland Pfündl erläutert, reichen diese von einem Kreisel über eine Ampelanlage bis zu einer gesicherten Fußgängerüberquerung.

Was sagt die neue Landesregierung?

Die Stadt mache ihre Hausaufgaben, doch eine abschließende Klärung brauche Zeit, verdeutlicht der Bauamtsleiter. Die „charmanteste Lösung“ sei nach wie vor der Kreisel. Man habe dabei auch den weiteren Verlauf der Bergstraße bis Höhe Stadtpark im Blick. Man wolle daher keine Fakten schaffen, bevor man nicht genau wisse, was für Verkehr abgewickelt werden müsse. Bis zu einer dauerhaften Umsetzung der Vorschläge entbinde dies aber nicht von der Verpflichtung, eine Gefährdung – insbesondere von Schülern, Eltern mit Kinderwagen sowie Menschen mit Behinderung – umgehend zu beseitigen, so Siebel. „Wenn die Politik dies so entscheidet, verschließt sich die Stadt sicherlich nicht, dies zu prüfen“, sagt Pfündl. Entscheidend dabei ist aber die Sichtweise des Kreises Ostholstein – zuständig für die Kreisstraße – und was diesmal die neue Landesregierung in Kiel dazu sagt.

Es seien die Kompetenz und Fantasie der Fachleute gefordert, innerhalb von wenigen Wochen eine tragfähige Lösung – wie eben durch eine Bedarfsampel – zu finden, so Siebel. Man solle das Schicksal nicht herausfordern, sondern zügig für eine sichere Querung dieses Knotenpunktes sorgen.

Markus Billhardt

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