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Heiligenhafen: Bürgermeisterkandidaten stellen sich vor

Liveticker zum Nachlesen Heiligenhafen: Bürgermeisterkandidaten stellen sich vor

800 Bürger kommen in die Großsporthalle, um die fünf Bürgermeisterkandidaten live zu erleben. Heiligenhafen wählt am 21. Februar den neuen Verwaltungschef.

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Die fünf Bewerber um das Bürgermeisteramt – v. l. Heiko Müller, Ellen Schülke, Niclas Boldt, Georg Rehse und Gottfried Grönwald – gestern Abend in der Sporthalle. Kurz vor Beginn der Kandidatenvorstellung sitzen sie gemeinsam in der ersten Reihe. Foto: Thomas Klatt

Quelle: Thomas Klatt

+++19.10 Uhr+++ 800 Heiligenhafener sind in der Großsporthalle. Die fünf Kandidaten Heiko Müller, Gottfried Grönwald, Georg Rehse, Ellen Schülke und Niclas Boldt betreten mit Moderator Carsten Kock den Saal.

+++19.21 Uhr+++ Smalltalk mit Kock: Ellen Schülke ist die Erste auf der Bühne. Sie berichtet, wie sehr die Bürger interessiert sind, mir ihr in Kontakt zu kommen. Georg Rehse snackt op platt, kündigt an, dass man die Dinge noch besser machen kann und Jonny Grönwald erzählt davon, dass er seine berufliche Rente am 30. April erreicht. Danach hätte er Zeit für die Stadt. Heiko Müller wird gefragt, ob er Wahlkampf machen muss. Ja, ihm sei das Gespräch mit den Bürgern immer sehr wichtig. Niclas Boldt schließt Runde eins ab. Er will Inhalte vermitteln. Kurz und knackig.

+++19.24 Uhr+++ Ausgelassene Stimmung in der Halle. Jetzt beginnen die Vorstellungen der Kandidaten. Jeder hat sieben Minuten Zeit. Rehse beginnt. Die Kandidaten beten nun ihre Wahlprogramme herunter.

+++19.34 Uhr+++ Applaus für Rehse. Kock hakt nach. Herr Rehse, was ist Heimat? Rehse: "Wenn ich weggehe, komme ich schnell zum Schluss, ich muss wieder zurück. Das ist meine Heimat." Ellen Schülke ist an der Reihe.

+++19.41 Uhr+++ Schülke spielt ihr Trumpfass: "Ich bin unvorbelastet." Applaus. Auch für die Ehrlichkeit. Denn als Kock fragt, ob sie das Schleswig-Holstein-Lied aufsagen könne, lautet die Antwort: "Nein." Jetzt kommt Jonny Grönwald.

+++19.55 Uhr+++ Nach einem Plädoyer für den Erhalt der Natur in Heiligenhafen kommt der erste Seitenhieb gegen Amtsinhaber Müller. Grönwald: "Wenn der Amtsinhaber Teilen der Stadtvertretung eine Verwicklung in dubiose Geschäfte vorwirft, dann muss er Fakten liefern. Bis jetzt kam da nichts. Mehr noch, er stellt sogar noch Fragen. Ich finde, es reicht." Verhaltener Applaus. Als Grönwald endet, halten sich Applaus und belustigtes Gelächter die Waage. Müller ist an der Reihe. Folgt jetzt seine direkte Reaktion?

 +++20.06 Uhr+++   Nein. Dafür erzählt Müller, wie er Kritik aushält. Er hält ein Kinderbuch aus der Schulbücherei hoch. Titel: "Dickes Fell und bunte Federn". Gelächter im Saal.

+++20.17 Uhr+++ Boldt auf der Bühne. Sein Thema: die Wähler. "Sie wählen keinen Häuptling, sondern einen Verwaltungschef." Dann klebt ihm die Zunge, ein Schluck Wasser hilft.

+++20.20 Uhr+++ Boldt attackiert die SPD, spricht von Trümmern und Splittern, weil die Sozialdemokraten im Plakatstreit ihre Kandidatin in Position brachten. Gemurmel im Publikum, das Ganze wirkt jetzt wie ein Referat an der Uni. Dennoch freundlicher Applaus. Kock: "Toll, wie sie alles frei vorgetragen haben. Das kann nicht jeder."

+++20.24 Uhr+++ Jetzt wird es thematisch. Alle Fünf auf der Bühne, jetzt gilt es, spontan gute Antworten zu liefern.

+++20.28 Uhr+++ Kock: "Was wären Sie, wenn Sie ein Werkzeug wären?" Frage an Schülke. Gelächter. Antwort: "Das kann ein Hammer sein, um etwas Gutes zu bewirken."

+++20.33 Uhr+++   Grönwald ist gefordert: "Was war Ihre schönste Reise?" Grönwald: "Ich hätte lieber die Frage mit dem Werkzeug." Wieder Gelächter.

+++20.36 Uhr+++ "Die schönste Nebensache der Welt?" - Frage an Müller. "Auf einem Boot Natur erleben."

+++20.37 Uhr+++   Boldt gefragt. Liebstes Gesetz? Boldt cool: "Murphys Law."

+++20.39 Uhr+++ Thema demografischer Wandel. Hier folgt Platitüde auf Platitüde. Interessanter: Grönwald liegt quasi mit dem Oberkörper auf dem Stehtisch. Inhaltlich: Demografischer Wandel ist eine Herausforderung.

+++20.45 Uhr+++ Frage an Boldt: Drei Dinge für eine einsame Insel. Boldt: "Gesellschaft, ein Boot und ein wenig Zeit."

+++20.49 Uhr+++ Frage an Schülke. "Was für ein Auto wären Sie?" Schülke: "Ein Ferrari." Raunen. Rehse an der Reihe. "Was schätzen Sie an sich? Rehse: "Meine Ehrlichkeit."

+++20.55 Uhr+++ Thema Stadtentwicklung. Müller möchte die Stadt wachküssen. Er spricht von gemütlichen Einkaufserlebnissen, neuen Angeboten. Schülke hat da auch ihre Meinung: "Wir müssen die gesamte Stadt im Blick haben." Applaus.

+++21.01 Uhr+++ Boldt meint: "Mobilität ist gefragt. Wer von Ihnen ist heute nicht mit dem Auto hier?" Deutschland sei unter die Räder gekommen. Boldt macht sich für kreative Ideen stark. Rehse zum Thema. "Eine Schraube zu drehen reicht nicht. Das Ganze muss im Blick sein."

+++21.06 Uhr+++   Grönwald sieht Bedarf an der Entwicklung der Altstadt. "Wir haben im Thulboden zwei städtische Gebäude, die bald zerfallen. Das ist aktuell Stadtentwicklung."

+++21.09 Uhr+++   Bürger Heiner Wilcken bedauert, dass Gewerbe auf der grünen Wiese dazu führe, dass Geschäfte im Zentrum schließen. Dazu die Kandidaten. Müller: "Da stimme ich nicht ganz zu. Wir müssen umdenken. Es ist in der Innenstadt zu teuer, Gewerbe anzusiedeln. Aber es ist schade, da stimme ich Ihnen zu." Es sei nicht Aufgabe des Bürgermeisters, Entscheidungen über Ansiedlungen zu fällen. Boldt an der Reihe: "Der Kühlschrank telefoniert mit dem Supermarkt, die Waren kommen nach Hause. Die Welt verändert sich. Das Internet der Dinge."

+++21.18 Uhr+++ Grönwald erklärt: "Herr Wilcken hat Recht. Wir haben jetzt mit den Leerständen zu kämpfen. Das ist eine große Herausforderung." Rehse stimmt Wilcken ebenfalls zu, sagt: "Die Fehler, die gemacht worden sind, können wir nicht rückgängig machen." Schülke final zum Thema: "Ich würde das Gespräch suchen mit den Gewerbetreibenden, Hausbesitzern und mich darüber informieren, was die Menschen für Wünsche haben."

+++21.23 Uhr+++ Bürger Hartmut Krämer fragt: "Das Leben tobt auf dem Steinwarder und in der Stadt wird es auf tote Hose hinauslaufen. Was sagen Sie dazu?" Rehse: "Der Steinwarder ist keine Enklave." Grönwald hingegen stimmt Krämer zu, während Boldt betont, dass der Markt belebt werden müsse. Die ersten Bürger verlassen die Halle, haben genug gehört.

+++21.26 Uhr+++ Frage an Schülke: "Wenn ich ein Instrument wäre, dann wäre ich?" Schülke: "Eine Geige." Frage an Müller: "Meine größte Dummheit war?" Kock: "Nur eine..." Müller: "Nach Heiligenhafen abzubiegen." Lachen im Saal.

+++21.32 Uhr+++ Flüchtlingsthematik. Frage: "Schaffen wir das?" Rehse und Schülke einhellig: "Ja", Müller: "Wir müssen es schaffen", Grönwald: "Wir haben großes Engagement im Ort. Ich stelle aber einen Stimmungswechsel fest." Boldt: "Ich bin da ganz bei Bürgermeister Müller. Wir müssen es schaffen."

+++21.37 Uhr+++ Fragen aus dem Publikum sind selten. Der Wähler erhält bisher kaum das Wort. Kock inszeniert sich gekonnt locker.

+++21.42 Uhr+++ Echte Heiligenhafener Themen bleiben im Verborgenen.

+++21.45 Uhr+++ Frage an Müller: "Ich mag an mir nicht?" Müller: "Meine Kollegen sagen oft: Der Alte kommt immer zu spät." Grönwald zur Frage: "Mein Dienstwagen sollte sein?" Grönwald: "Einen Trabbi würde ich gern fahren." Schülke möchte gern in zehn Jahren Bürgermeisterin sein, Boldt glaubt, Sieger müssen siegen wollen und Rehse findet Familienfeiern "je nachdem".

+++21.53 Uhr+++ Jetzt sind wir beim Thema Gewerbeflächen. Es wird zäh. Grönwald vermischt Sundquerung und Arbeitsmarkt, Müller spricht vom vielen Wasser um Heiligenhafen und Fachkräftemangel, während Rehse glaubt, Heiligenhafen werde kein Industriestandort. Um 22 Uhr sollte Schluss sein.

+++21.58 Uhr+++   Kock freut sich, dass das Baby im Kinderwagen immer noch "pennt". "Das muss die gute Heiligenhafener Luft sein." 

+++22.03 Uhr+++ Wünscherunde zum Ende. Boldt möchte, dass der Sand sich am Heiligenhafener Strand versammelt. Müller will harmonisch mit der Politik arbeiten, Grönwald möchte in Rente gehen, Frau Schülke will sanierte Straßen und Rehse, "dass wir alle in Heiligenhafen glücklich werden." Aus mit Applaus.
 

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