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Ostholstein „Heiligenhafen, ein guter Ort in der Welt“
Lokales Ostholstein „Heiligenhafen, ein guter Ort in der Welt“
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20:23 15.01.2016
Ein Heiligenhafener Jung: Niclas Boldt auf dem Nordsteg am Kommunalhafen. Quelle: Peter Mantik

Ein Satz hat sich Niclas Boldt eingeprägt. Im Wahlkampf 1998 sagte ein Mann zu ihm: „Herr Boldt, es ist doch egal, wer Bürgermeister ist. Wir sind die Herren.“ Er habe über diesen Satz lange nachgedacht. Heiligenhafen, das sind für den 54-Jährigen aber eben nicht diese Herren, sondern die ganz normalen Menschen, die nicht über Macht, Geld und Einfluss verfügen.

„Ein Vorbild aus Heiligenhafen ist Hansi Kripke. Der hat enorm viel bewegt, hat sich aber nie in den Mittelpunkt gestellt“, erklärt Boldt. Auf die Warderstadt hat er seine ganz persönliche Perspektive. „Ich betrachte zuerst das große Ganze, das Weltgeschehen, und erkenne dann, wie es sich auf Heiligenhafen auswirkt.“ Sein Urgroßvater Ernst-Nikolaus Winter habe häufig gesagt: „Wenn ein Sack Reis in China umfällt, interessiert das hier niemanden.“ Dies sei heute anders. „Heute stehen chinesische Investoren in der Tür, was zeigt, dass die große Welt sich auch auf die kleine auswirkt“, erklärt Boldt. Aber es ist nicht allein diese Perspektive, die Heiligenhafen aus seiner Sicht spannend macht. „Schule und Studium sind bei mir nebenher gelaufen. Ich habe immer in Heiligenhafen gearbeitet.“ Am Nordsteg beim Hafen kenne er jedes Stück Holz. „Ich habe da jeden Pfahl gerammt.“ Hafen und Schiffe sind ihm ohnehin eine eigene Welt. „Ich bin noch heute Schiffsführer.

Es gibt da viele Parallelen zum Bürgermeisteramt. Der Kapitän muss den Überblick behalten, die Crew führen und für die Fahrgäste da sein.“

Verantwortung übernehmen. Genau dies war es auch, was ihn 1992 in der Warderstadt hielt, als er wegen eines komplexen Vater-Sohn-Konflikts auf gepackten Koffern saß. „Kurz vor dem Abflug in die USA habe ich meine spätere Frau kennengelernt und mit ihr ihre drei Kinder. Ich entschied mich dafür, bei ihr und den Kindern zu bleiben.“ Bis heute.

Er sei schon immer auch ein politischer Mensch gewesen. Dies habe er auch früh in Heiligenhafen erkennen lassen. „Als sich Erwachsene 1975 bei der Gründung des Jugendzentrums in unsere Belange einmischen wollten, demonstrierten wir dagegen. Ich trug ein Schild mit dem Slogan ,Finger weg vom Jugendzentrum‘.“

Heiligenhafen sei für ihn schon immer ein „guter Ort in der Welt“ gewesen. Auch wenn sich einiges seit seiner Jugend verändert habe. „Ich erinnere mich an die Maifeuer mit 1200 Besuchern. Und der Hafen war für mich immer ein aufregender Abenteuerspielplatz. Da pulsierte das Leben.“





Heiligenhafen hat die Wahl

pm

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