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Ostholstein Heiligenhafen sperrt das Hochwasser aus
Lokales Ostholstein Heiligenhafen sperrt das Hochwasser aus
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00:00 28.10.2012
Ostholstein

Heiligenhafen – Der Steinwarder in Heiligenhafen soll hochwassersicher werden. Selbst eine Jahrhundertflut soll der Halbinsel künftig nichts mehr anhaben können. Zu schlimm sind die Erfahrungen, die die Stadt in der Nacht vom 1. auf den 2. November 2006 gemacht hat, als das Wasser meterhoch stand und die Bewohner des Steinwarders praktisch von der Außenwelt abgeschnitten waren. Für die Umsetzung eines schlüssigen Konzepts, wozu auch der Schutz der Altstadt gehört, investiert Heiligenhafen jetzt rund sechs Millionen Euro, wovon 90 Prozent vom Land getragen werden. Die Anlagen sollen einen Schutz vor Wasserständen bis zu 2,50 Metern über Normal Null bieten.

Die Arbeiten der Firma Asphalt- Mischwerk Eutin (AMW) laufen seit Monaten auf Hochtouren. Jetzt hoffen die Verantwortlichen auf einen nicht allzu stürmischen Herbst, denn noch sind die Schutzanlagen nicht komplett. Bei den Arbeiten sind unvorhersehbare Verzögerungen eingetreten. „In diesem Jahr werden wir die Sache auf keinen Fall mehr zum Abschluss bringen können“, erklärt Diplom-Ingenieur Wolfgang Wald vom Büro Wald & Kunath in Stockelsdorf, das mit den Planungen betraut ist. Wald und Bürgermeister Heiko Müller hoffen auf einen späten Wintereinbruch, so dass möglichst noch bis Mitte Dezember gearbeitet werden kann. Da es sich in erster Linie um Erdarbeiten handelt, ist Bodenfrost freilich die stärkste Bedrohung für ein zügiges Vorankommen.

Einen Strich durch die Zeitplanung, die ursprünglich sogar von einer Fertigstellung in diesem Herbst ausgegangen ist, haben zwei Fakten gemacht: Wie berichtet, wurde in der Straße Am Steinwarder die Erneuerung von Rohrleitungen notwendig, woran vorher keiner gedacht hatte. „Solange diese Arbeiten noch laufen, können die Betonwinkel für den Hochwasserschutz freilich nicht aufgestellt werden“, gibt Heiko Müller zu bedenken. Der erste Teil der Straße Am Steinwarder bis zu den Apartmenthäusern wurde um 1,50 Meter höher gelegt und dient als Bollwerk gegen das Ostseewasser, im Bereich der Wohnbebauung wird mit Betonwinkeln gearbeitet.

In Frage steht auch noch, wie der Ferienpark geschützt werden soll. Wie berichtet, hat sich der Untergrund rund um die Hochhausanlage als ungeeignet für die Aufstellung der Betonwinkel erwiesen, weil dort unterirdisch noch aus der Bauzeit in den 70er Jahren Schutt und Torf lagern. Im September wurde dort deshalb ein Baustopp verhängt. Die Eigentümergemeinschaft des Ferienparks trifft sich am Sonnabend, 3. November, zu einer Versammlung, wo das weitere Vorgehen beschlossen werden soll. Helmut Knüpp, Vorsitzender des Vorstandes der Baugenossenschaft „Wankendorfer“ lässt schon jetzt durchblicken: „Die von der Verwaltung des Ferienparks und der Stadt Heiligenhafen favorisierte Lösung sieht eine Kombination aus Winkelstützmauer, Spundwand und Erdwall vor.“ Ob man dann mit den Kosten von 210 000 Euro auskommt, von denen die Eigentümergemeinschaft 100 000 Euro tragen wollte, wird sich zeigen.

Ansonsten zeigt sich Ingenieur Wolfgang Wald zufrieden mit dem Verlauf. „Wir haben auf Schutz und Schönheit gesetzt“, erklärt er. Die Betonwände sollen noch durch Rankgewächse begrünt werden.

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