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Ostholstein Heiligenhafener Bürgergilde bekommt doch ein neues Zuhause
Lokales Ostholstein Heiligenhafener Bürgergilde bekommt doch ein neues Zuhause
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20:23 11.01.2016
Große Bürgergilde zu Heiligenhafen von 1253: Philip Knorr (r.) und Tobias Heinecke spielen den Schellenbaum. Quelle: bg

Mit dem Erwerb des bebauten Grundstücks in der Mühlenstraße wollte die Große Bürgergilde zu Heiligenhafen von 1253 ein neues Zuhause finden. „Wir schlossen den Kaufvertrag ab und alle riefen ,Hurra‘“, blickte der 1. Ältermann Horst Sachau auf dem jüngsten Rechnungstag der Bürgergilde zurück. „Doch dann kam der Denkmalschutz dazwischen.“

Die Gilde konnte ihren gewünschten Neubau nicht verwirklichen. Nach außen trat bei diesem Bauvorhaben Stillstand ein. Doch intern war der Gildevorstand im Gespräch mit Behörden und Fachleuten. Das Zwischenergebnis liegt nun vor. „Die Scheune und die Nebengebäude auf dem Grundstück dürfen abgerissen werden“, teilte Horst Sachau mit. Allerdings müsse die Gilde eine Auflistung anfertigen, in der die Materialien und die Bauweise der alten Gebäude dokumentiert werden. „Der Denkmalschutz fordert diese Sekundardokumentation“, erklärte der Ältermann. „Das kostet uns dann etwa 2380 Euro.“ Diese Dokumentation werde Mitte Januar fertig sein, eine Woche später sei der Beginn des Abrisses möglich. Damit werde die Gilde ein zertifiziertes Unternehmen beauftragen.

Nach erfolgtem Abriss verfüge die Gilde also über ein freies Grundstück, fasste Horst Sachau zusammen. Ausgenommen davon sei natürlich das Hauptgebäude direkt an der Straße. „Wir werden auch für den vorderen Teil eine vernünftige Lösung finden“, betonte der Ältermann. Denkbar seien ein restauriertes Haus oder sogar ein Neubau. „Wir gehen das mit Augenmaß an“, sagte er. „Alles steht noch in den Sternen. Aber wir planen hier kein Luftschloss.“

Ein weiteres Thema war die einheitliche Ausstattung der Gildebrüder bei Festumzügen, bei denen Marscherleichterung gestattet wird. Diese Erleichterung bedeutet, dass die Gildebrüder bei heißem Sommerwetter ohne Sakko, Zylinder und entsprechend ohne gelbe Rose marschieren. Dadurch sind sie für Außenstehende aber nicht mehr als Bürgergilde erkennbar. Der amtierende König Burkhard Fahrenkrog regte an, kurzärmelige Hemden anzuschaffen, die am Kragen die Aufschrift „Große Bürgergilde“ und auf der Brusttasche das Wappen der Gilde tragen. Dieser Vorschlag fand breite Zustimmung.

Neu aufgenommen in die Gilde wurden Tobias Heinecke und Philip Knorr. Durch das Spielen des Schellenbaumes machten beide ihre Aufnahme perfekt.

Als nächste öffentliche Veranstaltung kündigte der Ältermann den Winterball der Gilde an. Dieser wird am 12. März ausgerichtet und findet im Kursaal im Ferienpark statt.

bg

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