Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Ostholstein Heiligenhafens neue Pastorin
Lokales Ostholstein Heiligenhafens neue Pastorin
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
22:12 01.02.2018
Caroline Lilienthal (29) ist die neue Pastorin in Heiligenhafen. Quelle: hfr
Anzeige
Heiligenhafen

Genau genommen hatte sie ihren ersten Arbeitstag gestern. Doch der Begrüßungsgottesdienst am Sonntag in der Stadtkirche wird für sie der offizielle Startschuss in ein neues Berufsumfeld sein. Dort wird sie an der Seite von Pastor Carsten Sauerberg und Propst Dirk Süssenbach ihre neue Kirchengemeinde kennenlernen. Beim Besuch in der LN-Redaktion verriet Lilienthal, dass sie „schon ganz schön aufgeregt“ sei. Seit Tagen arbeite sie an ihrem ersten Gottesdienst, damit alles perfekt anliefe. So richtig Zeit zum Durchatmen hatte sie aber nicht.

Dem 1. Staatsexamen an der Universität folgte das zweite mit Unterricht am Lübecker Gymnasium Johanneum und Gottesdiensten im Lübecker Dom. Das Ganze gemischt mit Seminaren wie in Ratzeburg mit dem Schwerpunkt Segen. Es folgten Klausuren und Seelsorgearbeit an der Sana-Klinik in Eutin sowie am 5. Dezember die fünf mündlichen Prüfungen an einem Tag. Lilienthal: „Es folgte das glücklichste Nikolausfest meines Lebens.“ Am 15. Dezember wurde sie dann bereits darüber unterrichtet, dass Heiligenhafen ihre erste Pfarrstelle werden könnte. Für die 29-Jährige, die aus der Hohwachter Bucht stammt, ein Katzensprung. Wenngleich sie Heiligenhafen bisher kaum kannte, privat mehr gen Kiel orientiert war. „Schließlich bin ich mit Propst Süssenbach nach Heiligenhafen gefahren, um mich dort intern vorzustellen.“ Sie stieß sofort auf Gegenliebe, die Entscheidung war gefallen. Letzten Sonntag schaute Lilienthal bereits beim Gottesdienst in der Stadtkirche vorbei.

Ihr erstes Fazit: „Die Kirche ist wundervoll und es waren sicher 50 Menschen da.“ Die Vorfreude auf die neue Aufgabe sei groß. Inklusive Lampenfieber. Die Erfahrungen aus dem Lübecker Dom und ganz generell aus dem Vikariat würden ihr aber sicher helfen, schnell auf eigenen Beinen zu stehen. „Es gab auch in Lübeck Gottesdienste, in denen ich auf mich allein gestellt war.“

Bei einem morgendlichen Spaziergang am Hafen habe sie einen kleinen Kutter bei seiner Ankunft beobachtet. „Der hat angelegt und der frische Fisch wurde in Kisten am Kai aufgestellt“, erzählt sie. Die Menschen seien gekommen, hätten geplaudert und den Fisch aus der Ostsee direkt vom Kutter mit nach Hause gebracht. Wie Lilienthal findet, „ein authentisches und schönes Bild“. Dieses trage sie derzeit in ihren Gedanken mit durch die Stadt.

 Von Peter Mantik

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!
Anzeige