Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Ostholstein Helden-Catering zieht um nach Stockelsdorf
Lokales Ostholstein Helden-Catering zieht um nach Stockelsdorf
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:12 28.09.2018
Führungsspitze von Helden-Catering: Geschäftsführer René Karsten (li.) und Inhaber und Investor Axel Weidner bei der Einweihungsfeier am 27. September 2018. Quelle: Doreen Dankert
Stockelsdorf.

„Eigentlich hatten wir so eine Einweihungsfeier gar nicht so richtig geplant“, gestand Axel Weidner, Investor der Firma Helden-Catering. Das lag einfach daran, dass der Terminplan für den Bau der knapp vier Millionen Euro teuren neuen Zentralküche des Caterers und der damit verbundene Umzug von Bad Schwartau nach Stockelsdorf so eng gestrickt war und noch ist. „Wir wussten eigentlich gar nicht, wann wir so eine Feier machen sollen“, sagte Weidner. Doch wer einen Blick auf die jüngere Vergangenheit der Firmengeschichte von Helden-Catering mit insgesamt 80 Mitarbeitern wirft, erkennt, dass die bis ins Detail organisierte Feier inklusive Küchenparty für 250 geladene Gäste logistisch eher eine leichte Übung war.

Küchen-Einweihung bei Helden-Catering in Stockelsdorf am 27. September 2018

Zu den Gästen gehörten Stockelsdorfs Bürgermeisterin Julia Samtleben, zahlreiche Geschäftspartner und Lieferanten aus der Region wie zum Beispiel der namhafte Getränkefachgroßhandel Dramburg+Hertwig – als älteste Firma Lübecks bekannt und vertreten von Geschäftsführer Julius Steinmetz und Prokurist Jens Koop. Wie alle anderen Gäste auch, haben Steinmetz und Koop auf Wunsch der Gastgeber auf Geschenke verzichtet und stattdessen großzügig eine Spardose zugunsten des Hospizvereins „Kinder auf Schmetterlingsflügeln“ gefüttert.

Umzug bis Mitte Oktober

Die nagelneue Zentralküche in Stockelsdorf ist zwar startklar, aber noch kocht Helden-Catering in der alten Küche auf dem Gelände der Schwartauer Werke. Weil die Schwartauer Werke aber ihre Produktionskapazität erweitern wollen und Platzbedarf haben, hatte Helden-Catering im August 2017 die Kündigung für den Standort Bad Schwartau erhalten. „Der Bau in Stockelsdorf wurde in Rekordzeit und pünktlich nach Zeitplan geschafft“, betonte Weidner, der die beteiligten Handwerksbetriebe lobte und ganz besonders die verantwortliche Architektin Kirsten Barbendererde, „die aus einer ollen, vergammelten Blechhalle eine topmoderne Produktionsstätte gemacht hat“. Damit die Gäste, die in einer zwar pfiffig dekorierten, aber dennoch unfertigen Halle im ersten Teil der Feier mit Finger-Food und Cocktails empfangen wurden, sich nicht wundern, erklärte Weidner vorsorglich: „Das hier ist das Lager und Erweiterungskapazität, die richtige Küche ist direkt nebenan.“

Verdoppelte Kapazität

Der Umzug nach Stockelsdorf startet in diesen Tagen – und zwar bei laufendem Betrieb. „Das ist eine riesige Herausforderung“, sagt Weidner. 3000 Essen täglich wurden in den vergangenen Jahren und werden auch aktuell noch gekocht in der Bad Schwartauer Küche, die eigentlich nur für eine Kapazität von 250 Essen ausgelegt ist – letztmals dann am 14. Oktober. Allein das ist schon eine Meisterleistung der Mitarbeiter, die sich in Stockelsdorf auf einen Quantensprung an Platz, Technik und Komfort freuen dürfen. Am 15. Oktober beginnt der Probelauf in der Stockelsdorfer Zentralküche, so Weidner. „Und am 22. Oktober direkt nach Ferienende wird die Kapazität dort erstmals voll ausgefahren“, erklärte der Investor, der seine Gästen mit einer äußerst launigen Begrüßungsrede unterhielt, den Zeitplan. Voll ausgefahren – das bedeutet 6000 Essen täglich. Das ist die Kapazität der neuen Küche, die Kitas, Schulen und Betriebsrestaurants im Umkreis von etwa 60 Kilometern beliefert. Die Ausbau-Kapazität dieser Küche liegt bei 10 000 Essen. Und der Radius der Kundschaft kann perspektivisch bis 100 Kilometer ausgedehnt werden.

Neues Kochverfahren

Dass die Qualität des Essen durch längere Lieferzeiten nicht beeinträchtigt wird, liegt an „Cook and Chill“, dem modernsten Zubereitungs- und Frischhalteverfahren, das es laut Geschäftsführer René Karsten gibt. Mit der neuen Küche ist bei Helden-Catering ab jetzt „Cook and Chill“ angesagt. „Das klingt erst mal so, als ob die Mitarbeiter erst kochen und sich dann ausruhen“, erklärte Geschäftsführer René Karsten, der seine Karriere vor 20 Jahren als Koch startete. „Aber es ist ein spezielles Verfahren in Bezug auf Garpunkt und Kühlung. Die Nähr- und Vitalstoffe bleiben länger erhalten.“ Julia Samtleben hat sich das Verfahren erläutern lassen und festgestellt, „dass das Essen also gesünder zubereitet wird und länger frisch bleibt“. Immerhin gehören zu den Helden-Catering-Kunden seit August die Schüler der Offenen Ganztagsschule der drei Stockelsdorfer Grundschulen. Zur Zentralküche gehört übrigens auch ein Show-Room, in dem Kindergruppen aus Kitas und Schulen selbst kochen können – und nebenbei durch eine riesige Glaswand einen Blick auf die Küche der Profiköche haben. „Transparenz ist uns wichtig“, betonte Weidner.

Doreen Dankert

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Die Gemeindevertretung beauftragt die Verwaltung, ein entsprechendes Betriebskonzept zu erarbeiten. Umliegende Hotelgäste frequentieren die bisher kostenlosen Plätze und verärgern die Tagesbesucher

28.09.2018

Die Stadtvertretung Heiligenhafens hat beschlossen, dass die ÖPNV-Haltestelle am Markt bestehen bleiben soll und der Rückbau der Laufbahn am Sportplatz im Lütjenburger Weg gestoppt wird.

28.09.2018

Eine 390 Meter lange Strecke im Bereich des Neustädter Kleingärtnervereins wurde innerhalb von knapp zwei Monaten fertiggestellt. Die Kosten betrugen insgesamt 250 000 Euro.

28.09.2018