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Ostholstein Helfer für Familien in Ahrensbök gesucht
Lokales Ostholstein Helfer für Familien in Ahrensbök gesucht
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23:12 16.09.2016
Jugendpflegerin Birgit Komanns vom Haus für Jugend und Familie in Ahrensbök will die Familienarbeit verstärken. Quelle: S. Latzel

Familienpaten gesucht: Mit diesem Aufruf will Birgit Komanns, Leiterin des Hauses für Jugend und Familie in Ahrensbök, mehr Schwung in die Arbeit des Familienzentrums bringen. Dieses Zentrum ist dem Haus für Jugend und Familie seit April 2015 angegliedert, als eines von sieben Zentren für Familien in Ostholstein. Gefragt sind in diesem Zusammenhang freiwillige Helfer, die Familien mit Kindern im Alter von null bis sechs Jahren unterstützen, so Komanns, „zur Vorbereitung bieten wir auch einen Kurz-Kursus“.

Dabei soll es aber bei Weitem nicht bleiben. Die Jugendpflegerin verweist auf das 2012 in Kraft getretene Bundeskinderschutzgesetz, nach dem auch „Rahmenbedingungen für verbindliche Netzwerkstrukturen im Kinderschutz“ geschaffen werden müssen. „Die Institutionen müssen enger zusammenarbeiten“, kommentiert Birgit Komanns das und berichtet, dass diesbezüglich bereits ein großes Netzwerk-Treffen stattgefunden hat. Eingeladen waren nicht nur Vertreter der Ahrensböker Kitas und der Grundschule, des Förder- und des Familienzentrums, sondern auch Logopäden, Tagesmütter, Kiwanis-Mitglieder, Kommunalpolitiker sowie Mitarbeiter der Frühförderung und der Verwaltung und Ehrenamtler von der Flüchtlingshilfe und der Tafel. „Getreu dem Motto: Um ein Kind großzuziehen, braucht man ein ganzes Dorf“, meint Birgit Komanns. Bei dem Treffen seien die Themen zusammengetragen worden, die den Versammelten auf den Nägeln brennen. Ein Tenor dabei: Wir brauchen mehr Unterstützung, mehr Leute. Deshalb soll die Suche nach Ehrenamtlern wie den oben beschriebenen Familienpaten vorangetrieben werden.

Zudem haben die Mitglieder des Ausschusses für Bildung, Jugend, Sport und Soziales am Donnerstagabend einem Antrag zugestimmt, nachdem eine frei gewordene halbe Stelle im Haus für Jugend und Familie wieder besetzt wird. Derzeit ist das Haus für die offene Ganztagsschule montags bis freitags von 7 bis 17 Uhr geöffnet – für die offene Jugendarbeit aber nur montags, dienstags und donnerstags von 15 bis 20 Uhr. „Mit der halben Stelle könnten wir auch mittwochs und freitags wieder öffnen“, hofft Birgit Komanns. Dann könnten die Mitarbeiter auch mit den Planungen für Wochenend-Angebote beginnen, „denn das geht nur mit den Jugendlichen zusammen“. Gedacht ist beispielsweise an Disco- oder Computerspiel-Abende.

Ein großes Problem in der Gemeinde Ahrensbök kam beim Netzwerk-Treffen ebenfalls auf den Tisch. „Es fehlen Familienhebammen, viele Frauen finden gar keine mehr“, sagt Birgit Komanns. Das sei besonders dann ein Problem, wenn Schwangere keine intakten Familienbindungen hätten. „Ich hatte zum Beispiel mit einer Jugendlichen zu tun, die im achten Monat noch keine Hebamme hatte, das geht doch nicht“, meint Birgit Komanns. Die Frage sei, ob nicht der Kreis Ostholstein eine Familienhebamme einstellen könne, „dort hat man sich zumindest des Themas angenommen“.

Bekannter als bisher sollen die Angebote der Familienbildungsstätte gemacht werden. „Wir haben zwar die Broschüre in einer Auflage von 2000 Stück verteilt, vor allem in den Kindergärten und der Grundschule“, meint die Jugendpflegerin. Doch die Resonanz auf einige Angebote sei verhalten, „wir wünschen uns mehr Teilnehmer“, etwa für den Kurz-Kursus „Grundlagen im Umgang mit Babys und Kleinkindern“ (nächster Termin: Mittwoch, 21. September). Deshalb ist der aktuellen Broschüre ein Fragebogen beigefügt, „und mit Hilfe der Antworten wollen wir das Angebot ändern oder erweitern“.

Geplant sind zudem weitere Netzwerk-Treffen, die es ein- bis zweimal jährlich geben soll.

Sabine Latzel

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