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Ostholstein Heute Abend Premiere für Andreas Herkommer
Lokales Ostholstein Heute Abend Premiere für Andreas Herkommer
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23:19 14.10.2015
„Da warten einige darauf, dass ich heute Fehler mache. Daraus kann ich nur lernen.“ Andreas Herkommer (SPD)
Burg a. F

Eine neue Ära beginnt heute Abend im Bau- und Umweltausschuss Fehmarn: Der Vorsitz bleibt zwar weiterhin fest in sozialdemokratischer Hand, doch erstmals leitet Andreas Herkommer die Sitzung. Sie beginnt um 19 Uhr im Burger Verwaltungsgebäude (Bahnhofstraße 5).

Der Ausschuss hat schon seit Juni nicht mehr getagt. Aus bekannten Gründen: Denn die von der SPD vorgeschlagene Kandidatin Marianne Unger, die Nachfolgerin von Gunnar Mehnert (jetzt WUW) werden sollte, fiel in der Stadtvertretung an zwei Sitzungsabenden insgesamt sechsmal durch (die LN berichteten).

Erst im dritten Anlauf nominierte die SPD dann Herkommer neu für dieses Amt. Gerade noch rechtzeitig: Denn die Kommunalaufsicht des Kreises Ostholstein hatte schon signalisiert, den Ausschuss Ende November ganz aufzulösen, sollte die Personalie bis dahin nicht geklärt werden. Das erbost bis heute die Sozialdemokraten. Bis dahin hätte Stellvertreter Hinnerk Haltermann (CDU) die Sitzungen leiten können.

„Ich bin ein Bauausschuss-Vorsitzender, der kein Geschäft und keine Ferienvermietung hat. Damit bin frei in meiner Entscheidung“, strich Herkommer vor wenigen Tagen auf einer SPD-Veranstaltung seine Pluspunkte heraus. Zugleich bestritt er, dass der Vorsitz tatsächlich von „Machtfülle“ geprägt sei: Er sei nur einer von elf Ausschussmitgliedern.

Bei den wochenlangen Querelen sei es allein um „persönliche Befindlichkeiten“ gegangen. Für heute Abend prophezeihte er zudem: „Da warten einige darauf, dass ich Fehler mache. Aber aus Fehlen kann auch nur ich lernen.“

Bei seiner Premiere ist die Tagesordnung mit 15 Tagesordnungspunkten vergleichsweise überschaubar. Beraten wird wird unter anderem über die Erweiterung der Betriebsflächen der Firmen Specht (Tischlerei und Bauunternehmen) und Bode (Hausboote) in Bisdorf sowie über den B-Plan 119 in Burgtiefe. Ziel der Planung ist die Aufwertung des touristischen Angebots am Nordufer und eine ansprechendere Gestaltung des Freiraumes für Besucher. Dafür sind der Stadt Fehmarn — eben dem Förderprogramm „Städtebaulicher Denkmalschutz“ — Mittel aus dem „Landesprogramm Wirtschaft“ in Aussicht gestellt worden.

Gerd-J. Schwennsen

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