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Ostholstein Hier kommt der „Sprit“ jetzt aus der Dose
Lokales Ostholstein Hier kommt der „Sprit“ jetzt aus der Dose
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20:21 28.06.2013
Der stellvertretende Bürgermeister von Scharbeutz, Hans-Jürgen Poeppel (r.), tankte an der neuen Ladestation am Badeweg das Fahrzeug von RWE-Kommunalbetreuer Dietmar Schindowski mal probehalber auf.

Sie sehen ein wenig unspektakulär aus, die zwei neuen Ladesäulen für Elektroautos, die in Scharbeutz und Timmendorfer Strand kürzlich installiert wurden. „Sie sind aber ein weiterer Baustein, um das Thema Elektromobilität in den Gemeinden voranzutreiben“, sagt Dietmar Schindowski, Kommunalbetreuer der RWE Deutschland AG, der im Energieladen in Timmendorfer Strand vor Ort ist. Dort steht bereits seit Längerem eine Ladesäule für die Öffentlichkeit zur Verfügung.

Die beiden neuen Säulen sind am Badeweg bei Tobis Fahrradverleih in Scharbeutz und auf dem Parkplatz P2, Höppnerweg, in Höhe des Famila Getränkemarktes zu finden. An allen drei Tankstellen können jeweils zwei Autos aufgeladen werden. Um eine Kapazität von 80 Prozent zu erreichen, benötigt man zwischen 60 und 90 Minuten, abhängig von der jeweiligen Batterie. „In dieser Zeit kann man durch den Ort bummeln oder essen gehen“, nennt Dietmar Schindowski zwei Beispiele, wie die Zeit genutzt werden kann.

Er selbst fährt schon seit einem Jahr ein Elektrofahrzeug aus der RWE-Flotte und ist von den Fahreigenschaften überzeugt. Für längere Strecken, beispielsweise, wenn er von der Küste zum Essener Stammhaus fährt, nutzt Dietmar Schindowski überwiegend die Bahn. Obwohl er selbst diesen Weg mit einem Elektrofahrzeug bewältigen könnte.

In Kooperation mit dem ADAC hat RWE auf der A 1 zwischen Köln und Hamburg eine Teststrecke mit Schnellladesäulen in einem Abstand von jeweils 80 Kilometern aufgebaut. „Dort kann man die Batterien innerhalb von 30 Minuten aufladen, das heißt aber auch, auf der Strecke nach jeweils 80 Kilometern eine entsprechende Pause einzulegen“, sagt Schindowski.

Er sieht die Vorteile der Elektroautos momentan noch eher im regionalen Bereich. „In diesem touristisch geprägten Gebiet sind besondere Angebote denkbar“, führt er weiter aus, „wie Car-Sharing oder Mietwagen, wie es sie beispielsweise schon auf Sylt gibt.“

Diesen Zukunftsüberlegungen stimmt Timmendorfs Tourismuschef Joachim Nitz zu: „Ich kann mir vorstellen, dass wir eine kleine Mini-Flotte von vielleicht fünf Autos zur Verfügung stellen, damit Interessierte sie einmal ausprobieren können.“ Mit einer Reichweite von etwas mehr als 100 Kilometern könne man nicht nur die Küste, sondern auch die Leistungsfähigkeit von Elektroautos im wahrsten Sinne des Wortes erfahren.

Der Ladevorgang, „plug and charge“ genannt, funktioniert im Übrigen ganz einfach, indem das Ladekabel des Fahrzeugs mit der Ladesäule verbunden wird, die automatisch erkennt, um welches Fabrikat es sich handelt. Bei der Abrechnung gibt es zwei Möglichkeiten, entweder über einen Auto-Stromvertrag oder per Freischaltung der Säule über eine sms an eine bestimmt Hotline. In beiden Fällen sei auch dafür gesorgt, dass das Ladekabel gegen Diebstahl gesichert ist, hieß es anlässlich der Präsentation der Ladesäulen.

„Ich kann mir vorstellen, dass wir eine Mini-Flotte zur Verfügung stellen, damit Interessierte sie einmal ausprobieren können.“
Joachim Nitz, Timmendorfer Strand

Brigitte Arms

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