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Ostholstein Hilfe für Kinder bei Stress soll optimiert werden
Lokales Ostholstein Hilfe für Kinder bei Stress soll optimiert werden
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21:37 23.10.2014
„Ich thematisiere das Projekt in jeder Klasse.“ Jürgen Gertz, Präventionsbeauftragter der Polizeidirektion Lübeck
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Eutin

Sucht und Drogen, Gewalt, Schwierigkeiten in der Schule oder bei der Integration, der Umgang mit Sexualität und die Unzufriedenheit mit der eigenen Lebenslage: Zu all diesen Belangen können Kinder und Jugendliche, die in Not sind, auf der Internetseite www.hast-du-stress.de Hilfe finden. Seit knapp einem Jahr ist auch der Kreis Ostholstein mit eigenen Anlaufstellen bei dem Internetportal, das auf eine Initiative der Polizeidirektion Flensburg zurückgeht, dabei. Gemeinsam mit der Polizeidirektion Lübeck hatte sich der Service-Club „Round Table“

Malente-Eutin für das Projekt stark gemacht und es im Dezember 2013 vorgestellt (die LN berichteten). Nun liegen erste Zahlen vor.

414 Mal wurden demnach im Zeitraum 1. Februar bis 30. September 2014 auf der Plattform Seiten aus dem Bereich des Kreises angeklickt, davon 231 Mal der Link zur Schul-Sozialarbeit Ostholstein, unter dem die Ansprechpartner an allen Schulen im Kreis aufgelistet sind. Gefolgt wird er von den Links zur Suchtberatung (67) und dem Jugendamt (71). „Das sind sogenannte eindeutige Seitenaufrufe“, erklärt Christian Offermann, Mitinitiator und Webmaster des Projekts. Auch wenn Besucher die Seite mehrfach aufrufen, würde das nur einmal gezählt werden. Im Bereich Eutin folgten demnach 122 Besucher dem Link zur Suchtberatung und 100 dem der psychologischen Beratungsstelle des Kirchenkreises. Weitere 45 wählten die Schuldnerberatung der Awo an. Insgesamt verzeichneten die Seiten 391

Besuche. Im Bereich Neustadt wurden indes 231 Seitenaufrufe gezählt, wobei hier die Beratungsstelle des Kinderschutzbundes „Gewalt gegen Kinder und Missbrauch“ am häufigsten aufgerufen wurde (92 Mal).

Das mag, zumal für einen Zeitraum von acht Monaten, marginal erscheinen. Aber, so Offermann: „Unsere Einstellung ist die, dass wir schon etwas erreicht haben, wenn wir nur ein, zwei Kindern helfen konnten.“ Auf dem Webportal werden ihnen nicht nur alle professionellen Beratungsstellen mit Adresse und Telefonnummer auf einen Blick präsentiert. Alle Angebote sind kostenlos, und die Hilfesuchenden können anonym bleiben, wenn sie Kontakt aufnehmen. Die Ansprechpartner in den Beratungsstellen sind hingegen mit Bildern im Netz zu finden. Das erleichtert die Kontaktaufnahme.

Natürlich, gibt Offermann zu, könnte das Portal, dem sich derzeit sieben Bundesländer angeschlossen haben, aber durchaus weitere Aufmerksamkeit vertragen. Insgesamt greifen derzeit täglich durchschnittlich 71 Besucher auf die Hilfe im Netz zurück. Neben der gezielten Vorstellung des Projektes auf Veranstaltungen werde deshalb gerade an einer optimalen Darstellung der Seite für Mobiltelefone gearbeitet.

Im Kreis Ostholstein treibt unter anderem Jürgen Gertz, Präventionsbeauftragter der Polizeidirektion Lübeck, das Projekt weiter voran: „Ich halte im Kreis und in Eutin an allen Schulen kriminalpräventiven Unterricht ab. Das Projekt www.hast-du-stress.de thematisiere ich dabei in jeder Klasse“, sagt Gertz. Häufig gehe es dabei auch um Cybermobbing, „und auch in diesem Zusammenhang passt die Hilfeseite gut für Opfer“.

• www.hast-du-stress.de

Britta Kessing

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