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Ostholstein Hochoben das Jawort — und dann zum Geburtstag
Lokales Ostholstein Hochoben das Jawort — und dann zum Geburtstag
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09:23 16.03.2016
Andreas Rieck und seine Liebste (links) mit dem Maschinisten Malte Levgrün (hinten) und dem Korbbediener Tobias Hardel (rechts).

Die Scharbeutzer Ortswehr hilft, wo sie nur kann. Ihr Wahlspruch, der zugleich der von allen deutschen Feuerwehren ist „retten — löschen — bergen — schützen“ beschreibt fast alle Aufgaben. Fast — denn seit einigen Tagen ist die Tätigkeitspalette um eine Variante reicher. Die Scharbeutzer Wehr hat mit ihrem Teleskopmast jemandem einen ganz besonderen Liebesdienst erwiesen. In 30 Metern Höhe, mit Ostseeblick und einem prickelndem Getränk in der Hand fragte Andreas Rieck, Angehöriger der Freiwilligen Feuerwehr Pönitz, seine Liebste, ob sie seine Frau werden möchte. „Und sie hat ,Ja‘ gesagt“, freuten sich alle drumherum.

Wer den Teleskopmast einmal aus nächster Nähe betrachten möchte, hat dazu am heutigen Mittwoch ab 19.30 Uhr Gelegenheit. Dann lädt die Scharbeutzer Wehr auf ihr Gelände an der Schulstraße 7 alle Interessierten zu einem offenen Dienstabend mit Grillen ein. Bei dieser Gelegenheit will die Wehr zugleich ihren 114. Geburtstag feiern.

Dazu ist Pressesprecher David Siegmund tief in die Geschichte eingestiegen: „Am 16. März 1902 gründeten acht Bürger die Freiwillige Feuerwehr Scharbeutz. Im Jahr 1902 hatte die Ortschaft Scharbeutz etwa 65 Häuser mit 280 Einwohnern. Und heute hat der Tourismusort Scharbeutz mehr als 4300 Einwohner mit immer weiter steigender Tendenz.“

Derzeit verfügt die Feuerwehr Scharbeutz insgesamt über vier große Feuerwehrfahrzeuge, ein Mehrzweckfahrzeug sowie zwei Anhänger. Siegmund zitiert aus den Annalen: „1902 gab es noch nicht einmal einen Anhänger, geschweige denn ein Fahrzeug. Im Jahr 1910 wurde die erste Handdruckspritze mit einem 173 Meter langen Schlauch angeschafft. Zum Transport der Handdruckspritze wurden damals Pferde von den Bauern zur Verfügung gestellt.“

Heute Abend gilt das Motto „reinschauen, anfassen, mitmachen — jeder wie er möchte“, gibt Ortswehrführer Sebastian Levgrün die Richtung vor. Er sagt: „Wir möchten den Scharbeutzern einen Einblick in unseren Ausbildungsdienst geben und bieten einen Klönschnack mit den Teammitgliedern an. Anschließend laden wir alle zum Grillen ein und lassen den Abend gemütlich beim Small-Talk ausklingen.“

Auch wenn die Wehr schon 114 Jahre alt wird, so sei sie doch „ein junges, supergutes, und engagiertes Team“. Der Ortswehrführer kennt das Geheimrezept dafür: „Bei uns gibt jeder das, was er in seiner Freizeit geben kann. Es kommt nicht darauf an, immer präsent und dabei zu sein. Vielmehr geht es darum, ein Team mit Fähigkeiten und Engagement in den unterschiedlichsten Bereichen zu unterstützen."

„Heute Abend wird es noch eine kleine Überraschung für alle Team-Mitglieder geben. Außerdem wollen wir einen ganz besonderen Rekord in der Geschichte der Feuerwehr Scharbeutz bekannt geben. Wir sind jetzt schon wahnsinnig stolz auf das Team. Aber das, was wir verkünden werden, setzt allem noch das berühmte Sahnehäubchen auf“, gibt sich Levgrün sehr geheimnisvoll.

Feuerwehren im Fokus der Politik

„Blau“ wird sicherlich die vorherrschende Farbe während der nächsten Scharbeutzer Gemeindevertretersitzung sein. Denn allein 16 der 26 Tagesordnungspunkte im öffentlichen Teil beschäftigen sich mit den Freiwilligen Feuerwehren. Am Mittwoch, 23. März, geht es ab 18 Uhr im Kurparkhaus in Scharbeutz um die Einführung des Amtes eines zweiten stellvertretenden Gemeindewehrführers, um die Übertragung der Wasserrettung, aber auch um die Auflösung der Schulendorfer Wehr sowie um Entlassungen aus dem Ehrenbeamtenverhältnis und um Zustimmungen zu Wahlen von Amtsträgern der Wehren, um deren Ernennung und Vereidigung. Beraten werden soll aber auch über die Gemeindeverordnung zur Anleinpflicht von Hunden. Schließlich geht es um die Benennung von Straßen im Neubaugebiet auf dem alten Sportplatz an der Luschendorfer Straße. Für das Baugebiet Ruschkamp II in Pönitz soll ein Satzungsbeschluss gefasst werden. Die WUB-Fraktion stellt schließlich noch einen Antrag zur festen Fehmarnbeltquerung. cd

Von cd

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