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Ostholstein Hohe Wellen legen schwimmende Spielinsel lahm
Lokales Ostholstein Hohe Wellen legen schwimmende Spielinsel lahm
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10:05 31.07.2018
Am Montagvormittag wurde der Watersports-Park genau unter die Lupe genommen. Auch ein Taucher suchte unter Wasser nach Schäden. Quelle: Foto: Bz
Timmendorfer Strand

Der Guard-Tower, auf dem eigentlich die Rettungsschwimmer stehen und die spielenden Kinder im Blick haben, ist in sich zusammengesunken. Auch aus Sprungturm, Affenschaukel und Brücke ist die Luft raus, sie schwimmen schlapp auf der inzwischen wieder ruhigen Ostsee. „Wir haben aus Sicherheitsgründen die Luft rausgelassen“, sagt Silke Szymoniak, Marketingleiterin der Timmendorfer Strand Niendorf Tourismus GmbH (TSNT).

Das war passiert: Am Freitag herrschte ein böiger Nord-Ost-Wind der Stärke fünf bis sechs. Auch Sonnabend wehte es. Weil die See immer rauer wurde, reagierte das Team aus DLRG-Rettungsschwimmern und Helfern der TSNT, die sich strikt an ein Sicherheitskonzept der Betreiberfirma „Wibit“ halten müssen. Sie räumten vorsorglich die Plattform, die vor knapp vier Wochen 80 Meter vom Ufer entfernt an der Maritim Seebrücke aufgebaut worden war. „Ab einer bestimmten Wellenhöhe muss geräumt werden“, erklärt Szymoniak. Aufgrund des starken Seegangs löste sich dann eine Ankerleine aus der Verankerung.

Das Areal wurde durch ein Flatterband abgesperrt. Auf einem Schild an der Insel steht „Betreten des Watersports-Parks verboten“. Techniker der Betreiberfirma waren gestern vor Ort und prüften die Schäden. Ein Taucher war ebenfalls im Einsatz. Am Mittwoch soll der Park wieder geöffnet sein.

Die See vor Burgtiefe auf Fehmarn, wo der „Viwa Wasserpark“ aufgebaut ist, blieb indes ruhig. „Man muss das Wetter genau im Blick haben, damit nichts passiert“, sagt Malte Krummradt, der zusammen mit Andre Tharmann im zweiten Sommer den Park betreibt. Spätestens ab Windstärke vier muss mit einem Wellenschlag von einem Meter oder mehr gerechnet werden. Je ungünstiger die Windrichtung, desto gefährlicher kann es werden. Die beiden Fehmaraner haben deshalb ihren Wasserpark mit einem ausgeklügelten Verankerungssystem gesichert. Sicherheit geht bei ihnen vor: In diesem Sommer haben sie deshalb den Wasserpark schon zweimal komplett abgebaut. Krummradt: „Da passen wir genau auf, sonst nimmt sich die Ostsee alles.“ Deshalb wachen sie noch bis in die späten Abendstunden über ihre Anlage.

bz/gjs

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