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Ostholstein Hortensienpracht tröstet über Schneckenplage
Lokales Ostholstein Hortensienpracht tröstet über Schneckenplage
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23:22 02.08.2017
Immer mittwochs um 15 Uhr trifft sich dieses gut gelaunte Team zur freiwilligen Gartenarbeit auf dem Gelände des Ratekauer Dorfmuseums.

Wie regelmäßig mittwochs um 15 Uhr trafen sich die Gartenfreunde auch gestern. Obwohl die Sonne schien, war der übermäßige Regen der vergangenen Monate allen noch in unangenehmer Erinnerung. „Die Nässe hat besonders den Kartoffeln zugesetzt“, berichtete Sibylle Stooß.

Freud und Leid im Erntejahr der freiwilligen Garten-Helfer in Ratekau.

Also rief Hobbygärtner Hartmut Daene (73) allen zu: „Lasst uns das Kartoffelkraut wegmachen!“ Gelänge die Krautfäule nämlich in die Erde, würden die Erdäpfel davon befallen. Daene: „Außerdem stinkt das Zeug wie die Pest.“ Jetzt könnten die Kartoffeln so lange unten bleiben, bis sie in der Küche gebraucht werden.

Richtig sauer und verärgert sind die Ratekauer auch über die spanischen Nacktschnecken. Viele Pflanzen haben sie an- oder weggefressen. Daene: „Obwohl wir hier alle gegen Gifte sind, mussten wir die Tiere doch mit Schneckenkorn bekämpfen.“ Zucchinis, Gurken und Kürbisse waren aber kaum noch zu retten.

Es gibt aber auch Erfreuliches. „Die Himbeeren waren sehr schön, und die Brombeeren werden wunderbar“, sagt Sibylle Stooß. Ihre ganze Hoffnung setzen die Dorfmuseums-Gärtner zudem in die gestern neu gelegten Bohnenreihen. Die erste Saat war nicht aufgegangen.

Die Gartentruppe hat sich nach und nach zusammengefunden. Sie ist aber kein eingeschworener Haufen, so dass ständig neue Helfer dazukommen können. „Wir haben hier einen richtigen Spielplatz für Erwachsene“, schildert Sibylle Stooß das Treiben auf und zwischen den Beeten. Zum Glück verteile sich die viele Arbeit auf viele Schultern, und gemeinsam mache sie ohnehin viel mehr Spaß“, berichtet sie. So werde nach jedem Einsatz wird gemeinsam Kaffee getrunken und überlegt, wie der Garten noch attraktiver gestaltet werden kann. Erst vor einigen Monaten hat der Helfer und Imker Heinz Müller einen Schaukasten aufgestellt, in dem allerlei Interessantes über die Bienenzucht und das Imkern zu erfahren ist.

Sibylle Stooß selbst hatte vor etwa fünf Jahren die Idee, den Blumen- von dem Nutzgarten rund ums Dorfmuseum durch eine große Hortensienhecke zu trennen. Ihr hat das nasse Wetter kaum etwas angetan, denn sie blüht in diesem Jahr so schön und üppig wie niemals zuvor. Die prächtige Hecke ist etwa 20 Meter lang und einen Meter hoch.

 Christina Düvell-Veen

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