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Ostholstein Escape Room, Beach-Club, Hostel – Das sind die Pläne für den Grömitzer Dünenpark
Lokales Ostholstein Escape Room, Beach-Club, Hostel – Das sind die Pläne für den Grömitzer Dünenpark
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12:24 13.02.2019
Lars Widder, Betriebsleiter Verwaltung und Finanzen vom Tourismus-Service Grömitz, präsentiert die aktuellen Dünenpark-Pläne. Quelle: Sebastian Rosenkötter
Grömitz

Der Grömitzer Dünenpark soll das nächste touristische Aushängeschild der Gemeinde werden. Die Umgestaltung einer Fläche so groß wie etwa drei Fußballfelder ist längst beschlossen. Erste Ideen wurden im Frühjahr 2016 vorgestellt. Ende Juli 2018 folgte die Festlegung auf einen Generalplaner. „Es geht jetzt darum, das Projekt von der Vision in die Wirklichkeit zu führen“, sagt Lars Widder, Betriebsleiter Verwaltung und Finanzen vom Tourismus-Service Grömitz.

Platz für 60 Hostelgäste

Der Abriss des DLRG-Wachturms sowie des dazugehörigen Gebäudekomplexes unweit der kleinen Seebrücke rückt näher. Widder berichtet, dass der Neubau Platz für bis zu 55 Rettungsschwimmer bieten soll. Laut dem gegenwärtigen Diskussionsstand soll die Unterkunft auch als Hostel genutzt werden. „30 Zimmer mit insgesamt 60 Betten sind vorgesehen. Wir streben bewusst eine Mischung an. Dafür gibt es einen Entwurf und ein Wirtschaftlichkeitskonzept“, betont Widder. Ziel sei eine Verpachtung. Der DLRG-Turm soll in das Bauwerk integriert werden. Wann die Arbeiten beginnen, ist offen. Unter anderem gebe es noch Beratungsbedarf mit Vertretern der Politik. Eine Arbeitsgruppe werde gegründet und tage am Donnerstag erstmals. Fakt sei, dass der Neubau nicht zur Saison 2020 stehen werde. Lars Widder rechnet mit einer Bauzeit von etwa zwölf Monaten.

In unmittelbarer Nähe ist derzeit der Bau eines Volleyballfeldes angedacht. Zudem könnten ein Kletterfelsen und eine Sonnenterrasse entstehen. Zum Konzept gehört auch ein Beach-Club. Die Ausschreibung läuft, ein Betreiber wird gesucht. Darüber hinaus sollen die Eigentümer der Kaffeerösterei sowie weitere Betriebe in die Planung eingebunden werden. „Wir fragen deren Vorstellung ab“, sagt Widder.

So sieht der Gesamtentwurf aus. Quelle: ARGE Rissmann & Benthien (HFR)

Platz für Einzelhandel und Gastronomie

Um möglichst viele Menschen zum Dünenpark zu locken, ist eine Veranstaltungsfläche mit Platz für eine mobile Bühne angedacht. Fünf Gewerbeeinheiten mit einer Größe von etwa 120 Quadratmetern könnten ebenfalls entstehen. „Einzelhandel und Gastronomie sind möglich. Die Ausschreibung soll in diesem Jahr erfolgen“, kündigt der Betriebsleiter vom Tourismus-Service an.

Doch damit nicht genug: Ein großer Kinderspielplatz für verschiedene Altersgruppe und ein Multifunktionsgebäude sind fest eingeplant. Was genau in letzteres einziehen wird, dürfte noch diskutiert werden. Eine ursprünglich angedachte Bowling-Bahn ist kein Thema mehr. Aktuell sind ein Kinderspielland, eine Kletteranlage mit vollautomatischer Sicherung sowie Gastronomie, Escape Rooms und Platz für Virtual Reality (eine am Computer erzeugte Realität) vorgesehen.

Erste Abrissarbeiten könnten im kommenden Herbst beginnen. „Das hängt von internen Einigungen ab. Sie beeinflussen den Zeitplan“, erläutert Widder. Fest steht indes, dass die kleine Seebrücke erhalten, oder aber komplett erneuert wird. Der Dünenpark werde Anziehungspunkt und Reiseanlass und die Nebensaison stärken. „Wir setzen auf spannende Gastronomie und Kinder-Angebote“, verdeutlicht Lars Widder.

Der Entwurf der Diplom-Ingenieure Heinz Büchner und Bernd Opfermann sieht Anbauten für die Grömitzer Seebrücke vor. Quelle: Tourismus-Service Grömitz (HFR)

LED und Anbauten für die Seebrücke

Einen Schritt weiter ist die Gemeinde Grömitz auch in puncto große Seebrücke. Der Holzbelag wurde bereits ausgetauscht. Die Betonsanierung läuft. Vorausgesetzt, die Gemeindevertretung stimmt zu, soll das Geländer erneuert und mit LED-Beleuchtung ausgestattet werden. Zudem sind Anbauten geplant. Die Gesamtkosten liegen bei 1,6 Millionen Euro. Fördermittel in Höhe von mindestens 60 Prozent sollen eingeworben werden. Der Baubeginn ist offen.

Die Gemeindevertreter entscheiden

Die endgültige Entscheidung über die Umgestaltung der Seebrücke sowie den Gesamtentwurf für den Dünenpark trifft die Gemeindevertretung. Diese tagt das nächste Mal am Donnerstag, 28. Februar. Die Sitzung im Rathaus beginnt um 19.30 Uhr und ist weitestgehend öffentlich.

Sebastian Rosenkötter

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