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Ostholstein Hotel-Investoren wollen am Haus des Gastes bauen
Lokales Ostholstein Hotel-Investoren wollen am Haus des Gastes bauen
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21:19 04.09.2013
„Am Standort Haus des Gastes können wir uns auf einen Hotelbetrieb mit Gastronomie konzentrieren.“ Projektleiterin Katharina Berges

Seinen Gastauftritt in der Sitzung der Stadtvertretung im April ließen die Fraktionen nahezu ungenutzt verstreichen: Die Aussicht, dass der Schweizer Samuel Hügli, der nach eigenen Angaben potente Investoren hinter sich hat, 20 Millionen Euro für ein Hotel der Kategorie VierSterne-Plus vis-à-vis des Eutiner Schlosses ausgeben wollte, war offensichtlich zu verlockend, um den Mann mit kritischen Fragen zu bombardieren. Wer diese Investoren sind, ist aber bis heute nicht klar. Umso deutlicher dagegen die Reaktion des Bürgermeisters im Hauptausschuss am Dienstagabend: „Wir schlagen vor, die vorhabenbezogene Bauleitplanung zu beenden“, sagte er an die Stadtvertreter gerichtet.

Bis Mitte Juli sei der Projektgesellschaft, der Schlosshotel Eutin GmbH, eine Frist zum Nachweis ihrer finanziellen Leistungsfähigkeit gesetzt worden, diese sei erst bis zum 13., dann ein weiteres Mal bis zum 30. August verlängert worden. „Ich stelle fest: Wir haben nichts auf dem Tisch liegen. Die Erwartungen, die die Stadt an die Investoren hatte, sind nicht erfüllt worden“, äußerte der Bürgermeister. Er legte den Stadtvertretern zugleich nahe, das Grundstück gegenüber des Schlosses nicht im Rahmen eines Erbbauvertrages zur Verfügung zu stellen.

Auf den Einwurf des Ausschussvorsitzenden Matthias Rachfahl (CDU) — „Ist überhaupt keine Nachfrage gekommen?“ — antwortete Schulz, es habe am vergangenen Freitag eine Unterredung mit Vertretern der Gesellschaft gegeben, danach habe sich niemand mehr gemeldet.

Rachfahl erkundigte sich ebenfalls nach möglichen Plänen für einen Hotelbau auf dem Gelände des jetzigen Haus des Gastes. „Das Grundstück haben wir seit Jahren im Angebot. Es gab mal zwei Bewerber, die bauen wollten. Ein Investor hat konkrete Pläne vorgestellt, sie haben sich aber zerschlagen“, gab Schulz Auskunft. Seit Längerem werde der Standort zwischen Stadtbucht und Bleekergang nicht mehr aktiv beworben. „Wollen Sie das, dann ist das im Stadtentwicklungsausschuss zu behandeln.“ Eine Anfrage liege nicht vor, sagte Schulz dem Ausschuss. Auch Bauamtsleiter Bernd Rubelt erklärte gestern, es gebe keine Gespräche über diesen Standort.

Dagegen äußerte Katharina Berges, Projektleiterin für das Schloss-Hotel, diese hätten sehr wohl stattgefunden: „Am 13. August im Bauamt in Anwesenheit von Samuel Hügli, Bürgermeister, Bauamtsleiter und weiteren Mitarbeitern.“ Sie hätten erklärt, auf der Fläche des Haus des Gastes bauen zu wollen, da die Gelegenheit, ein benachbartes Grundstück erwerben zu können, ganz neue Möglichkeiten eröffne. Ihnen sei im August bedeutet worden, der Wechsel stelle doch nur eine Problemverlagerung dar, so Berges. „Aber an dem Standort, den die Hotelstudie ja auch empfiehlt und für den wir uns ganz zu Anfang schon einmal interessiert haben, könnten wir vielen Problemen entgehen. Wir können uns auf einen reinen Hotelbau mit Gastronomie konzentrieren, müssen keinen Saal bauen oder sanieren“, sagte die Projektleiterin. Sie habe das „konkrete, große Interesse der Investoren“, am Haus des Gastes zu bauen, auch am vergangenen Freitag bekräftigt.

„Wir benötigen einen schriftlichen Antrag an die Stadt und eine Bankbescheinigung, dass Mittel für das Projekt nachgewiesen sind und unmittelbar und ausschließlich für dieses verwendet werden“, nennt Bernd Rubelt die Bedingungen. Das werde sie nach einem Treffen der Investoren in der kommenden Woche liefern, kündigte Berges an: „Wir werden diesen Antrag stellen und parallel dazu den Finanzierungsnachweis abgeben.“

Ulrike Benthien

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