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Ostholstein Ideen für Kneipp-Becken gesucht
Lokales Ostholstein Ideen für Kneipp-Becken gesucht
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22:21 22.06.2013
Das hätte dem berühmten Hydrotherapeuten Sebastian Kneipp (1821 — 1897) vermutlich gefallen: Malentes Kurdirektor Georg Kurz (l.) und der stellvertretende Bürgermeister Wolfgang Kienle demonstrieren im Wassertretbecken im Kurpark das Kneippen. Quelle: Foto: S. Latzel

Schön kalt ist das Wasser im Kneipp-Becken des Malenter Kurparks, an heißen Tagen eine willkommene Erfrischung, von den wunderbaren gesundheitsfördernden Effekten des Wassertretens natürlich einmal ganz abgesehen. Das Becken selbst allerdings ist nicht so schön: von verwitterten, braunroten Ziegeln eingefasst, drinnen hellblau angemalt, dazu ein schlichter stählener Handlauf — dass es Ende der 1960er-Jahre angelegt wurde, ist nicht zu leugnen. Aber jetzt soll alles besser werden, denn die Gemeinde ruft zum „Ideenwettbewerb Kneipp-Anlagen“ auf.

„Die Malenter Bürger sollen sich Gedanken machen“, sagt der stellvertretende Bürgermeister Wolfgang Kienle (CDU). Derzeit gibt es laut Kurdirektor Georg Kurz nur zwei Kneipp-Becken, das im Kurpark sowie eines an den Spiegelteichen im Erholungswald Holm — nicht gerade üppig für das nördlichste Kneipp-Heilbad Deutschlands. Um den „Kneipp-Gedanken“ zu intensivieren, sollen jetzt alle Bürger mit Wohnsitz in der Gemeinde Malente Vorschläge machen: zu neuen Standorten für Kneipp-Becken und zu deren Gestaltung.

Der Fantasie sind demnach keine Grenzen gesetzt. Das Becken im Kurpark soll keinesfalls als Vorbild dienen, statt dessen sind auch Ideen für dessen Auffrischung gewünscht. Form und Farbe der „Kneipp-Entwürfe“ sind mehr oder minder frei wählbar. Wichtig ist für die Tretbecken eine Wassertiefe, die je nach Körpergröße „die Hälfte bis drei Viertel des Unterschenkels“ bedeckt, erklärt Joachim Schulz, Vorsitzender des Kneipp-Vereins Holsteinische Schweiz. „Einfacher ist es außerdem, Standorte für die Armtauchbecken zu finden“, glaubt er, schon allein, weil diese kleiner sind.

„Praxisnah und wirtschaftlich umsetzbar“ sollen die eingereichten Vorschläge natürlich sein, betonen die Initiatoren des Ideenwettbewerbs. „Wir müssen sehen, was finanzierbar ist“, so Kienle. Die Gemeinde wolle aber durchaus ein bestimmtes Budget in den Wirtschaftsplan 2014 stellen. „Aber vielleicht gibt es auch andere Konzepte, die keine hohen Investitionen brauchen“, überlegt Kurdirektor Kurz. Wenn beispielsweise ein Bürger eine größere Wanne in seinem Vorgarten öffentlich zur Verfügung stellen würde — warum nicht?

Den Ideenwettbewerb für die Kneipp-Anlagen hatte der Planungsausschuss der Gemeinde im November 2012 beschlossen. Zuvor war das Kneipp-Becken an der „Wunderwelt Wasser“ am Kellersee zugeschüttet und bepflanzt worden, weil es undicht war. Diese Aktion hatte nicht ausschließlich für Begeisterung gesorgt. Jetzt wartet die Jury des Ideenwettbewerbs, bestehend aus den Mitgliedern des Tourismusausschusses, gespannt auf die Vorschläge der Malenter — und wer weiß: Vielleicht macht sich das Heilbad ja in ein paar Jahren als Standort der originellsten Kneipp-Becken einen Namen .

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300 Preisgeld für den Gewinner
Am Wettbewerb können alle Bürgerinnen und Bürger teilnehmen, die ihren Wohnsitz in der Gemeinde Malente haben oder dort arbeiten — sowie alle Vereine, Verbände, Schulen und sonstigen Institutionen. Sie können Standort- und Gestaltungsvorschläge mittels einer Skizze, einer Grafik, eines Modells oder anhand von Fotos einreichen, der Umfang von vier DIN-A4-Seiten solle aber nicht überschritten werden.

Für den ersten Platz gibt es ein Preisgeld von 300 Euro, für den zweiten 250 Euro, für den dritten 100 Euro. Die Beiträge können bis zum 30. September eingereicht werden, und zwar bei der Kurverwaltung Malente, Bahnhofstraße 4a, 23714 Bad Malente-Gremsmühlen — oder per E-Mail an malente@landsh.de geschickt werden. Wer teilnimmt, stimmt der Umsetzung seiner Idee durch die Gemeinde zu.

Sabine Latzel

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