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Ostholstein Ideen von Strandduschen bis zum Schwimmbad
Lokales Ostholstein Ideen von Strandduschen bis zum Schwimmbad
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19:11 24.11.2018
Heiligenhafen macht sich an der Ostsee einen Namen. Quelle: Louis Gäbler
Heiligenhafen

Das touristische Geschehen in Heiligenhafen ist längst nicht mehr auf sieben Monate begrenzt. So wird nicht mehr von Haupt- und Neben-, sondern mittlerweile von Sommer- und Wintersaison gesprochen. Daher ist ein Ganzjahresangebot notwendig, von dem die Gäste aber auch die Bürger der Stadt profitieren sollen.

„Unsere Übernachtungszahlen verbessern sich zum Vorjahr um 6,5 bis sieben Prozent. Nach der Eröffnung der neuen Häuser, als die Werte überdimensional stiegen, ist das der erste direkte Vergleich, den wir haben“, erläutert Touristikleiter Manfred Wohnrade von den Heiligenhafener Verkehrsbetrieben (HVB). Auffällig sei, dass das erste Quartal von Januar bis März 32 Prozent mehr Anreisen und 43 Prozent mehr Übernachtungen aufweise.

Ganzjährige Infrastruktur aufbauen

Der Tourismus entzerre sich. „Wir spüren, dass wir auf dem richtigen Weg sind“, so Wohnrade. Man müsse aber „Kontinuität reinholen“, eine gewisse Infrastruktur ganzjährig vorhalten und – wie die kürzlich vorgestellte Einwohnerbefragung zeige – nicht nur an die Touristen, sondern auch an die Menschen vor Ort denken, damit alles insgesamt einen Mehrwert für Heiligenhafen bringe.

So sei ein Wunsch vieler im Ort, ein „echtes“ Schwimmbad zu bekommen. Auch die Nachfrage an Schwimmunterricht sei riesig, so der Touristikchef. „Die Chancen sind da. Es gibt Interessenten mit Konzepten in der Tasche, sie stehen aber auch nicht Schlange.“ Die HVB hätten einen Berg an Informationen für die Politik und Stadt zusammengesammelt. Eine Potenzialfläche gebe es seit 2010. „Noch ist keine Eile geboten. Aber bis 2021 sollte ein rechtskräftiger Bebauungsplan stehen.“

Auch kleine Verbesserungen am Strand möchte Manfred Wohnrade vornehmen. So sollen in den kommenden drei Jahren Strandduschen und Umkleidekabinen errichtet werden: „Wir haben derzeit ganze zwei Duschen an 4,5 Kilometer Strand. Vernünftiges WLan ist wichtig, aber sich mal abduschen zu können ebenso.“ Dies käme auch Urlaubern wie Einheimischen zugute.

Umland auch im Blick

Im Blick haben die Touristiker in Heiligenhafen auch das Hinterland. Die LN hätten ja gerade erst über die Not der Landgasthöfe berichtet, so Wohnrade. In dem Projekt der LTO Wagrien (Heiligenhafen, Großenbrode, Oldenburg, Heringsdorf, Gremersdorf, Neukirchen und Wangels) gehe es mit Unterstützung durch die Aktivregion Wagrien-Fehmarn um die Entwicklung eines regionalen, gastronomischen Angebots.

Bis Ende des Jahres werden durch einen Dienstleister bisher kaum vermarktete Angebote wie Hofcafés, Bauernläden, Feldverkäufe und Dorfkrüge zusammengetragen. Diese sollen dann in eine Vermarktungsstrategie und Ausflugsangebote eingebunden werden. Wie Manfred Wohnrade betont, würden sich die Urlauber eben auch für Land und Leute interessieren.

Mit dem Museumshafen soll ein anderes Projekt in Heiligenhafen bereits Anfang des Jahres starten. Hierbei kooperieren die HVB mit dem Förderverein des Heimatmuseums. Das fundierte Wissen der Experten soll für Infopoints in Bild und Ton genutzt werden. Außerdem sind ein neuer Steg, eine Terrasse und Sitzmöglichkeiten geplant. Auch geschichtlichen Bezug haben die Stadtführungen. „Das Interesse ist groß und da Klaus Nehring als ,Fischer Stüben’ nicht alles machen kann, dürfen sich gerne Leute melden, die den Gästen Heiligenhafen näherbringen möchten.“

Top-Segler und Top-Acts

Zum Abschluss seiner Vorschau auf die Entwicklung Heiligenhafens in den kommenden Monaten und Jahren schaut Manfred Wohnrade auf besondere Veranstaltungen im Sommer 2019: „Die Super Sail Tour mit den besten Katamaranseglern macht nach Jahren wieder im Juli bei uns Station. Stars at the Beach ist eine weitere große Geschichte. Besseres Marketing für den Ort als die Auftritte von Mark Forster und Wincent Weiss gibt es nicht.“

Markus Billhardt

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