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Ostholstein Im Hansa-Park thront jetzt Erik VI.
Lokales Ostholstein Im Hansa-Park thront jetzt Erik VI.
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23:04 03.06.2017
Die Statue von Erik VI., Erbauers des Kärnan-Turms in Helsingborg, wird feierlich enthüllt.
Sierksdorf

Auf dem Kungstorget vor dem „Schwur des Kärnan“, der großen Attraktion im Hansa-Park, hat König Erik VI. Menved (1274-1319) seinen Platz gefunden. Die Statue des Erbauers des Kärnan-Turms im schwedischen Helsingborg wurde von Geschäftsführer Andreas Leicht, seiner Frau Claudia und den Bürgermeistern von Helsingborg und Sierksdorf – Mats Sander und Volker Weidemann – feierlich zum 40-jährigen Jubiläum enthüllt.

 

Schräge Vögel trieben mit den Gästen ihren Spaß auf der Plaza del Mar.

Innenminister Stefan Studt (r.) und Volker Arp, Landesfeuerwehrverband, haben Respekt vor „Kärnan“.

850

Mitarbeiter kümmern sich darum, dass über eine Million Tagesgäste pro Jahr schöne Stunden im Park verleben.

Nun thront Erik VI. über den Besuchern des Hansa-Parks, um ihnen das Gefühl von Sicherheit zu geben und vielleicht auch ein wenig die Scheu zu nehmen vor dem zweithöchsten Hypercoaster Europas mit weltweit einzigem Rückwärtsfall. Kärnan nötigt auch Innenminister Stefan Studt (SPD) viel Respekt ab: „Ich hatte 2015 bei meinem ersten Besuch am Jugendfeuerwehr-Tag große Angst davor, und war erleichtert, als das Sicherheitssystem ein rotes Kreuz zeigte.“ Doch schon ein Jahr später blinkte das grüne Häkchen auf. „Da musste ich dann wohl ran.“

Vor 600 geladenen Gästen sprach Studt der Familie Leicht große Anerkennung aus und sprach vom Hansa-Park als ein Markenzeichen an der Ostsee, für Ostholstein und für ganz Schleswig-Holstein. „Sie haben einen beneidenswerten Job und bereiten Menschen jeden Tag Freude.“

Auch Landtagspräsident Klaus Schlie (CDU) gratulierte zu der unternehmerischen Leistung und dem Mut, den es brauche, um den Park dahin zu bringen, wo er heute stehe. „Wir empfinden Demut und Dankbarkeit. Das Freizeitgeschäft ist harte Arbeit“, bedankte sich Andreas Leicht. „Wir kennen unsere Ziele und können Maß halten.“ Das Thema der Zukunft bleibe die „Hanse“und sei mit der Themenwelt rund um „Kärnan“ und dem in diesem Jahr eröffneten Kärnapulten, einem 22 Meter hohen sogenannten Skyfly, noch längst nicht abgeschlossen.

„Wir wollen neue Attraktionen bauen“, kündigt Andreas Leicht an. Doch der Abend war auch dazu da, um ein wenig daran zu erinnern, wie aus dem ehemaligen Legoland 1977 das Hansaland wurde. 1987 erfolgte schließlich die Umbenennung in den Hansa-Park, der in diesem Jahr zum sechsten Mal den World of Parks-Award, einem von Europas wichtigsten Publikumspreisen, erhielt. Bei den „Service-Champions“ liegt der Park deutschlandweit auf Platz 23. Hierbei wurden mehr als 1,5 Million Kundenurteile zu 2 615 Unternehmen aus 304 Branchen berücksichtigt. Eine weitere Auszeichnung brachte Helsingborgs Bürgermeister Sander mit. Er überreichte Andreas und Claudia Leicht das Wappen seiner Stadt, nachdem der Hansa-Park schon 2015 den Golden Kärnan-Ehrenpreis in Schweden erhielt.

Über eine Million Tagesgäste pro Jahr würden für sich sprechen, hob Ostholsteins Landrat Reinhard Sager (CDU) hervor. Er musste aber mit einem Augenzwinkern zugeben, dass ihm die „rasanten Schiffe mit Baldachin durch das bunte Blumenmeer“ doch am liebsten seien. Vielleicht wagt er sich künftig aber doch noch in den „Schwur des Kärnan“, nachdem er nun weiß, dass König Erik VI. über ihn und die anderen Gäste wacht.

 Markus Billhardt

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