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Ostholstein Im Schlossgarten wird es bunt
Lokales Ostholstein Im Schlossgarten wird es bunt
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22:29 06.04.2016
Hermann Korf (links Bild, v.l.) und Raphael Libner bei der Arbeit am blühenden Barockband im Eutiner Schossgarten. Bis Ende der Woche soll das Werk vollbracht sein. Landschaftsarchitektin Petra Pelz (rechtes Bild) hat die schön gemusterte Blumenschlange entworfen. Quelle: Fotos: Petersen

„Der Gartenschau-Besucher will auf seinem Rundgang immer schön von Farbe und Blüte begleitet sein“, sagt Petra Pelz. Sie muss es wissen. Die Landschaftsarchitektin aus Hannover hat bereits für zahlreiche Gartenschauen — ob international, auf Bundes- oder Landesebene — sogenannte Wechselflorbänder entworfen. Es sind schmale Blumenbeete, die sich in geschwungenen Linien wie eine bunte Schlange durch das Gelände ziehen. Wechselflor deshalb, weil die Bepflanzung wechselt.

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Hermann Korf (links Bild, v.l.) und Raphael Libner bei der Arbeit am blühenden Barockband im Eutiner Schossgarten. Bis Ende der Woche soll das Werk vollbracht sein. Landschaftsarchitektin Petra Pelz (rechtes Bild) hat die schön gemusterte Blumenschlange entworfen.

Gerade wird nach einem Entwurf von Petra Pelz ein barockes Wechselflorband im Eutiner Schlossgarten gepflanzt, der nun zur Landesgartenschau als „Pleasureground“ firmiert. Die modern interpretierten Barockbänder sollen an die einst barocke Gestaltung des Schlossgartens anknüpfen, bevor dieser Ende des 18. Jahrhunderts in einen englischen Landschaftsgarten umgestaltet wurde.

Die Beete sind mehrere Hundert Meter lang, auf gut 900 Quadratmeter Fläche wurde auf dem Rasen Erde aufgeschüttet. „Schon von Weitem lassen sich die leuchtenden Bänder aus üppigem Frühjahrsflor ausmachen. Weiße und gelbe Stiefmütterchen, Hornveilchen, Goldlack, Isländischer Mohn, Vergissmeinnicht und Tausendschönchen schaffen wechselnde Farbflächen in Gelb, Orange und Weiß“, erläutert die Wechselflor-Planerin. Ausdrücklich lobt sie die Gärtnereien der Region. „Sie haben eine tolle Qualität geliefert.“

Rund 22 000 Pflanzen werden bis Ende der Woche in die Erde gebracht — eine Pracht für gut zwei Monate. Nach Pfingsten wird die Bepflanzung ausgetauscht, „das Schöne mit dem Nützlichen verbunden“, wie Pelz erklärt. Die Frühjahrsboten werden durch Sommerblüher wie Zinnien, Dahlien, Prachtkerzen und gelben Sonnenhut ersetzt. Dazwischen kommen Gemüse und Kräuter: Oregano, Rizinus, Kohl, Mangold. Das muss dann bis zum Ende der Landesgartenschau im Herbst durchhalten.

So schön die Florbänder anzuschauen sind, sie bleiben ein Hingucker für die Zeit der LGS. 2017 soll davon nichts mehr zu sehen sein, dann wird der Schlossgarten wieder in seinen Originalzustand mit freier Rasenfläche zurückversetzt. Bis dahin aber können die Gartenschaubesucher nach Lust und Laune an den Blumenschlangen entlangspazieren. „Der Blick auf das Schloss mit dem Barockband ist ein Traum“, verspricht Petra Pelz nicht zu viel. pet

LN

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