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Ostholstein Im Sport setzt Fehmarn auf inselweites Konzept
Lokales Ostholstein Im Sport setzt Fehmarn auf inselweites Konzept
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11:49 15.11.2016

Voraussetzung ist, dass bereits laufende Förderanträge positiv beschieden werden. Vom Kieler Ministerium für Inneres und Bundesangelegenheiten erhofft sich die Stadt eine Förderung von bis zu 10 000 Euro, von derAktiv-Region Wagrien-Fehmarn sogar von bis zu 15000 Euro. Der Anstoß dazu kam vom größten Inselsportverein, dem SV Fehmarn.

„Wir wollen Steuer- und Fördergelder sinnvoll einsetzen.“ Josef Meyer (CDU)

Ausschuss-Vorsitzender

Sportentwicklungsplanung – das hört sich auf den ersten Blick sehr theoretisch an. Doch ein zentrales Ziel ist es, die Entwicklung im Sport auf der Insel mittelfristig genauer zu beleuchten. Mit ganz konkreten Weichenstellungen: Denn so ließe sich besser planen, welche Sportstätten künftig überhaupt nötig sind, welche saniert oder gar neu geschaffen werden müssen, aber auch, welche womöglich aufgegeben werden können. In die Erhebung sollen die Belange des Schulsports und des Tourismus einfließen, ebenso der nicht-organisierte Wassersport sowie die Folgen des demografischen Wandels.

Fast alle Sportvereine beteiligen sich bereits an den Vorgesprächen. Fachbereichsleiter Hans-Jürgen Schimpf im zuständigen Schul- und Sportausschuss: „Bislang gab es immer Einzelanträge von den Vereinen.“ Noch deutlicher wurde Ausschuss-Vorsitzender Josef Meyer (CDU): „Es ist natürlich wichtig, dass die Bestandsaufnahme danach nicht in der Schublade verschwindet, sondern dass wir auch danach handeln. Hätten wir sie schon gehabt, hätten wir bei der Entscheidung über das Kleinspielfeld Burg auch weniger Konfliktpotenzial gehabt.“ Marianne Unger (SPD): „Das fördert die Kooperation zwischen den Vereinen.“

Ein Selbstgänger war die Abstimmung hierüber dennoch nicht. Christiane Stodt-Kirchholtes (Grüne) kritisierte die mit 30 000 Euro aus ihrer Sicht zu hohen Kosten. Ferner stufte sie ein Klimaschutz- und ein Mobilitätskonzept als dringender ein. Bitter stieß ihr auf, dass ohne Rücksprache mit der Kommunalpolitik bereits Förderanträge gestellt worden seien.

Meyer wies diese Kritik zurück: „Mit der Sportentwicklungsplanung Fehmarn wollen wir doch gerade Steuer- und Fördergelder sinnvoll einsetzen. Andere Kommunen haben damit schon gute Erfahrungen gemacht“. Andreas Hansen (FWV) bewertete den vorzeitigen Fördermittel-Antrag sogar positiv, im Alleingang könne die Stadt es gar nicht leisten. Mit einer Gegenstimme wurde Bürgermeister Jörg Weber (SPD) zur Auftragsvergabe ermächtigt, sofern die erhofften Fördermittel fließen.

 Gerd-J. Schwennsen

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