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Ostholstein „Immer mehr Aufwand“
Lokales Ostholstein „Immer mehr Aufwand“
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21:17 24.09.2013
Volles Haus in Dahme: Zahlreiche Einwohner waren zur Informationsveranstaltung der Gemeinde und des Zweckverbandes Karkbrook über die geplante „Regenwassergebühr“ erschienen. Quelle: Foto: bg

Der Zweckverband Karkbrook will in seinen zehn Mitgliedsgemeinden ab dem 1. Januar 2014 eine Niederschlagswassergebühr, auch Regenwassergebühr genannt, erheben. In Dahme veranstaltete der Verband deshalb eine Informationsveranstaltung zu diesem Thema. „Für ein normales Einfamilienhausgrundstück beträgt die Gebühr etwa 30 bis 35 Euro pro Jahr“, erklärte Verbandsvorsteher Rüdiger Burmester den versammelten Bürgern.

Burmester wies auf die Aufgaben des Zweckverbandes hin: Trinkwasserversorgung, Schmutzwasserentsorgung, Niederschlagswasserentsorgung und Straßenreinigung. Für drei Bereiche habe der Verband bislang Gebühren erhoben, lediglich für die Niederschlagswasserentsorgung nicht. Doch auch diese Aufgabe müsse finanziert werden. „Denn wir haben immer mehr Aufwand“, erklärte der Verbandsvorsteher. „Die Regenwasserentsorgung läuft nicht nur nebenbei.“ So sei es notwendig, mehr Regenrückhaltebecken zu bauen. Auch hätten sich die Regeln der Technik verschärft, zudem spiele der Binnen-Hochwasserschutz immer mehr eine Rolle.

Die Gebühr an sich sei nichts Neues, sagte Burmester. Zum Beispiel gebe es sie bereits in Bad Schwartau, Stockelsdorf, Eutin, Neustadt und Oldenburg. Es seien vorwiegend kleinere Gemeinden, die diese Gebühr noch nicht erheben würden.

Burmester führte aus, dass sich der Betrag aus der Grund- und der Mengengebühr zusammensetze. Damit solle eine für den „Verursacher gerechte Kostenverteilung für die Inanspruchnahme des öffentlichen Regenwasserkanals“ erreicht werden. Eine Regentonne im Garten werde beispielsweise nicht als Mengenreduzierung berücksichtigt, erklärte der Verbandsvorsteher. „Wir berücksichtigen hingegen Zisternen, die baulich fest installiert sind, mit einer Mindestgröße von sechs Kubikmetern.“ Um die Mengenberechnungen nachvollziehbar zu machen, stellte Burmester zahlreiche weitere Details vor.

Grundlage der gesamten Berechnungen ist eine „Befliegung“ des Gebietes am 21. April 2013. Dabei wurden Luftbilder erstellt, die mit Katasterunterlagen abgeglichen wurden. Die nun erstellten Erfassungsbögen werden in zwei Wochen an die Grundeigentümer versandt.

Zu guter Letzt stellte der Verbandsvorsteher mögliche Gebührensenkungen in anderen Bereichen in Aussicht. So werde im kommenden Jahr eine Reduzierung der Schmutzwassergebühr A erfolgen, gegebenenfalls auch eine Reduzierung der Straßenreinigungsgebühr. Eine eventuelle Erhöhung der Grundwasserentnahmegebühr werde der Zweckverband selbst auffangen und nicht an die Verbraucher weitergeben.

Der Zweckverband
10 Gemeinden gehören zum Zweckverband Karkbrook. Für Dahme, Grömitz, Kellenhusen und Grube finden die Informationsveranstaltungen zur neuen Gebühr im September statt. In den Gemeinden Schashagen, Manhagen, Kabelhorst, Damlos, Beschendorf und Riepsdorf folgen die Veranstaltungen im Oktober. bg

bg

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