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Immer mehr Fälle: Zerstörungswut nimmt zu

Ostholstein Immer mehr Fälle: Zerstörungswut nimmt zu

In Ostholstein werden der Polizei immer häufiger mutwillige Beschädigungen gemeldet. Zuletzt randalierten Unbekannte in der Gemeinde Grömitz, in Lensahn, Eutin und erneut im Café Wichtig in Scharbeutz. „Wir haben häufig Fälle von Vandalismus“, bestätigt Polizeisprecher Dierk Dürbrook.

Ralf Casagrande, Inhaber des Café Wichtig in Scharbeutz, steht vor dem Sockel, auf dem der gestohlene Buddha thronte.

Ostholstein. In Ostholstein werden der Polizei immer häufiger mutwillige Beschädigungen gemeldet. Zuletzt randalierten Unbekannte in der Gemeinde Grömitz, in Lensahn, Eutin und erneut im Café Wichtig in Scharbeutz. „Wir haben häufig Fälle von Vandalismus“, bestätigt Polizeisprecher Dierk Dürbrook.

LN-Bild

Vandalismus zieht große Kreise – Scharbeutzer Café erneut betroffen.

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„Wir haben häufig Fälle von VandalismusDierk Dürbrook

Polizeisprecher

Nicht schon wieder, dachte sich Tung Truong, als er vergangene Woche in der Beach-Lounge in Scharbeutz stand und auf den leeren Sockel schaute. Die etwa 2000 Euro teure Buddha-Statue war verschwunden. Der Geschäftsführer des Café Wichtig, zu dem auch die Bar am Strand gehört, ist verzweifelt. Nachdem zuvor bereits Möbel zerstört und gestohlen, Pflanzen herausgerissen, Lautsprecher aus der Verankerung gehoben und mitgenommen sowie Zelt-Seile mutwillig durchgeschnitten worden waren, kam nun noch ein weiterer Diebstahl dazu. „Wir sind ständig am Reparieren“, sagt er. Noch nie wurde das Café so stark von Vandalismus heimgesucht wie 2017. „Dieses Jahr ist es echt extrem“, sagt Tung Truong.

Aber nicht nur in Scharbeutz wüteten Unbekannte. Eine Spur der Zerstörung entstand in der Nacht zu Sonntag in den Ortsteilen Cismar und Henriettenhof, als Zäune und Pfosten zerstört wurden. Schaden: 1600 Euro. In Lensahn randalierten Unbekannte auf dem Schulhof der Grund- und Gemeinschaftsschule, knickten Bäume um und rissen Sträucher aus der Erde. Etwa 15 000 Euro kosten wohl die Aufräumarbeiten. Vergangene Woche wurde der Giebel der Schutzhütte am Bebensundweg in Eutin Opfer von Zerstörungswut. Im Juni knickten Baumfrevler in der Eutiner Stadtbucht Bäume um. In der selben Nacht wurde auch im Foyer der Sparkasse am Rosengarten erheblich gewütet.

Das Phänomen der mutwilligen Zerstörung sei immer mal wieder da, gerade in der Sommerzeit, erklärt Dürbrook.

Denn besonders bei warmen Temperaturen und wenn es länger hell ist, hält man sich auch bis spät abends draußen auf. Oft schlagen die Täter nachts zu. „In aller Regel sind es Jugendliche und Heranwachsende“, sagt er. Meist stehen sie unter Einfluss von Alkohol und berauschenden Mitteln. Die Zerstörungswut werde in der Regel nicht geplant und passiere aus einer Laune heraus.

Auch Tung Truong glaubt, dass Langeweile und auch Alkoholkonsum bei den Taten in der Lounge eine Rolle gespielt haben. Das zum Teil auch gezielte Vorgehen der Täter findet er „beängstigend“. Als die Seile der Zeltüberdachung durchgeschnitten wurden, „wollte uns jemand schaden“, sagt er. Alle Taten hat er zur Anzeige gebracht, auch den Buddha-Diebstahl.

Die Polizei nimmt Vandalismus sehr ernst und ermittelt. Ziemlich bald gebe es erste Hinweise von Zeugen oder über soziale Netzwerke, denen sie auch nachgehen, sagt Dierk Dürbrook. Sehr oft könnten Täter ermittelt werden, ergänzt der Polizeisprecher. So wie im Fall an der Eutiner Stadtbucht. Bei den Tätern handelt es sich vermutlich um drei 17 Jahre alte Jugendliche aus Ostholstein und Lübeck. Offenbar endete die Nacht für das Trio nach dem Konsum von Alkohol in sinnloser Zerstörungswut.

In Scharbeutz konnten bisher keine Täter ermittelt werden. Das Café Wichtig reagiert nun und erhöht die Einsatzzeiten des Nachtdienstes. Außerdem ist eine Videoüberwachung koordiniert von einem externen Sicherheitsdienst direkt unter dem Zeltdach in der Lounge geplant.

Eigeninitiative

Um auf den Diebstahl der Buddha-Statue aufmerksam zu machen, hat das Café Wichtig auf Facebook ein Bild der Figur und unter anderem eine Warnung an die Diebe gepostet. „Um den Verbrechern die Möglichkeit zu nehmen den Buddhakopf zu verkaufen, veröffentlichen wir ein Foto, damit jeder weiß, woher dieser stammt“, heißt es in dem Eintrag, der inzwischen eine Reichweite von 70 000 Usern erzielt hat.

 Beke Zill

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