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Ostholstein In Ahrensbök sind die Schützen los
Lokales Ostholstein In Ahrensbök sind die Schützen los
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20:13 03.07.2017
Dicht gedrängt: Hunderte Zuschauer säumen die Straßen, als der Festumzug vorbeirollt, und stauben allerhand Bonbons ab. Quelle: Fotos: S. Latzel

Abspecken muss nichts Schlechtes sein – diesen Schluss können die Aktiven von der Ahrensböker Gill nach dem Heimatfest ziehen. Nachdem im Vorfeld einige Änderungen beschlossen worden waren, die das Fest „verschlankt“ hatten, zeigten sich die meisten Schützen mit den Feierlichkeiten und dem Andrang zufrieden. „Wir mussten aus wirtschaftlichen Gründen so entscheiden“, erklärte der Gill-Vorsitzende Jürgen Rosenfeldt gestern während des Gästefrühstücks. Das fand in der Gillhalle statt, nicht wie sonst in einem Festzelt, weil eben dieses Zelt eingespart worden ist. Gill-Mitglied Ullrich Groepler wünschte dennoch „zünftige Festzelt-Atmosphäre“ – die streckenweise auch zustande kam, etwa als die Kapelle „Silas“ einheizte.

Trotz einiger Sparmaßnahmen haben die Aktiven der Gill erneut ein fröhliches Heimatfest auf die Beine gestellt.

Auszeichnungen

Volkskönig 2017 ist Janik Marutz geworden.

Die Ahrensböker Haare gingen an Andreas Steen.

Ehrennadeln erhielten Jürgen Engel und Michael Berlin (Silber, vom Kreisschützenverband), Jürgen Rosenfeldt (Silber, Norddeutscher Schützenbund) und Beate Körner (Gold, Deutscher Schützenbund).

Der aus Ahrensbök stammende CDU-Bundestagsabgeordnete Ingo Gädechens forderte dazu auf, sich Neuem zuzuwenden: „Wer soll die Tradition weiterleben und weitergeben, wenn nicht die Gill?“ Er vermutete, dass in einigen Jahren wohl jeder Schütze beim Festumzug einen Tablet-Computer auf dem Rücken tragen werde, „damit jeder sieht, was sich vorne im Zug tut“ – darauf dürfen dann nicht nur die Gill-Mitglieder gespannt sein. Der Spagat zwischen Brauchtum und Moderne sei gelungen, befand Bürgermeister Andreas Zimmermann (parteilos), der für die geleistete ehrenamtliche Arbeit dankte.

In puncto Humor setzte die Gill auf Susanne und Gerd Schöning von der „Lenter Gill“, die zwei Sketche – zu den Themen „Telefon-Hotline“ sowie „wirrer Ober“ – aufführten und Geschichten op Platt vortrugen. Sie hatten ein wenig mit der Tontechnik zu kämpfen, und die Umkleidepausen hätten gut für die ersten Pokal-Verleihungen genutzt werden können – das aber konnte die Stimmung der Schützenbrüder und -schwestern nicht dämpfen.

Zur Sprache kam natürlich auch noch einmal der Festumzug vom Sonntag: In drei Kategorien wurden die schönsten Wagen prämiert. Bei den Kindergärten lag „Dat Kinnerhus“ vorn, bei den Gewerbebetrieben machte „Raumkonzept Günther“ das Rennen. Großes Lob gab es zudem für die Freiwilligen Feuerwehren der Gemeinde, die sich mit allem, was rollte, am Festumzug beteiligt hatten und dafür mit dem ersten Platz in der Kategorie „Vereine“ belohnt wurden.

Zu Beginn des Festumzuges hatten vorgestern zahlreiche Ahrensböker bange Blicke Richtung Himmel gesandt – in Erinnerung an das vergangene Jahr, bei dem Umzugsteilnehmer und Zuschauer streckenweise klitschnass geregnet worden waren. Dieses Mal ging aber alles gut. Pünktlich setzten sich die bunt geschmückten Wagen in Gang, die Straßen waren dicht gesäumt von Hunderten Besuchern, die reichlich mit – teilweise schwungvoll geworfenen – Bonbons bedacht wurden. Und zumindest in dieser Hinsicht konnte von „Abspecken“ keine Rede sein.

Das Ahrensböker Heimatfest ging gestern Abend mit der Königsproklamation und einem Feuerwerk zu Ende. Die Ergebnisse der Schießwettbewerbe finden Sie morgen in den LN.

latz

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