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Ostholstein In Lebatz finden Schwalben ein Zuhause
Lokales Ostholstein In Lebatz finden Schwalben ein Zuhause
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21:45 16.04.2018
Die ersten Rauchschwalben sind bereits wieder in Ostholstein eingetroffen. Quelle: Foto: Nabu/o. Klose
Lebatz

Unterstützt wurde Rohweder dabei vom Naturschutzbund (Nabu) Eutin. „Leider kommt es immer noch vor, dass Hausbesitzer aus Angst vor Verschmutzung Nester von Schwalben entfernen, obwohl dieses gesetzlich verboten ist“ sagt der Nabu-Vorsitzende Oscar Klose. „Es ist daher sehr erfreulich, dass sich Menschen wie Herr Rohweder finden, die bereit sind, die Schwalben mit zusätzlichen Domizilen zu unterstützen“ Um die Ställe der Moordyk-Galloway-Zucht von Rohweder-Braas finden die Schwalben besonders gute Bedingungen. Es ist ausreichend Nahrung vorhanden. Das macht die neuen Behausungen für die Schwalben besonders attraktiv.

Jetzt kehren die ersten Schwalben aus ihren Winterquartieren zurück. Deshalb ist es Zeit, rechtzeitig etwas für die Vögel zu tun, dachte sich Volker Rohweder aus Lebatz bei Ahrensbök. Auf seinem Galloway-Hof hat er Nisthilfen für Mehl- und Rauchschwalben montiert.

Geeigneter Wohnraum für Schwalben ist knapp

Durch die Aufgabe vieler landwirtschaftlicher Kleinbetriebe in den vergangenen Jahren ist es besonders für die Rauchschwalben schwierig geworden, geeignete Nistplätze zu finden, heißt es vom Nabu.

Rauchschwalben brüten gerne gut überdacht innerhalb von Stallungen. Immer mehr Stalltüren sind aber den Flugkünstlern mit der rostroten Kehle nun verschlossen, geeigneter Wohnraum ist knapp. „Jede zumindest zur warmen Jahreszeit geöffnete Luke oder Lüftungsöffnung mit einem Lager oder Stall dahinter kann den Rauchschwalben schon helfen“, betont Nabu-Vorstandsmitglied Oliver Juhnke, der die Aktion koordiniert hat.

Anders als die Rauchschwalben bevorzugen die kleineren, weißkehligen Mehlschwalben geschützte Dachüberstände außerhalb von Gebäuden in ausreichender Höhe. Nicht nur der Mangel an Lehmpfützen mit geeignetem Baumaterial macht ihnen das Nestbauen schwer. Auch nicht tragfähige Unterschläge oder gar gezielt gespannte Abwehrspanndrähte sollen den Nestbau der Schwalben verhindern.

Nabu Eutin unterstützt

Einbau von Nisthilfen

„Die Angst vieler Hauseigentümer vor Verschmutzung ist übertrieben“, meinen Klose und Juhnke, „denn ein einfaches demontierbares Kotbrett etwa einem halben Meter unter dem Nest löst das Problem sehr zufriedenstellend.“

Schwalben gelten weiterhin als Boten des Frühlings. Die erste Schwalbe im Jahr erfreut viele Gemüter. Damit dies so bleibt, unterstützt der Nabu Eutin den richtigen Einbau von Nisthilfen. Gebäude mit vorhandenen natürlichen Nestern oder künstlichen Nistplätzen werden auf Wunsch vom Nabu mit der Plakette „schwalbenfreundliches Haus“ ausgezeichnet. Ein solches Schild hängt jetzt auch bei Volker Rohweder.

Weitere Infos unter www.nabu-eutin.de/schwalbenfreundliches-haus/. Dort ist auch das Online-Formular für die Bewerbung zum schwalbenfreundlichen Haus zu finden.

LN

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