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Ostholstein In Timmendorf wird jetzt die Welle gemacht
Lokales Ostholstein In Timmendorf wird jetzt die Welle gemacht
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21:18 08.06.2017
So wird das gemacht: Thilo Trefz zeigt den Ritt auf der Welle, die eine Fließgeschwindigkeit von 35 km/h hat. Quelle: Fotos: S. Latzel
Timmendorfer Strand

Es gibt immer mal Leute, die in Timmendorfer Strand gerne die Welle machen – bis einschließlich Sonntag haben diesbezüglich aber die Organisatoren der Surf-Tage eindeutig die Nase vorn. Gestern ging die knallblaue Anlage, die eine mobile Welle erzeugt, neben der Maritim-Seebrücke an den Start. Mit eher verhaltener Nachfrage in den ersten Stunden, aber das schreckt den Chef der Surf-Tage, Thilo Trefz, gar nicht. „Es gibt viele Anmeldungen, am Wochenende wird richtig was los sein.“

Die Surf-Tage haben begonnen – Mobile Anlage läuft neben der Seebrücke.

Neopren oder nicht?

Ein Surf-Ticket für 30 Minuten auf der mobilen Welle in Timmendorfer Strand kostet 15 Euro. Wer auf Nummer Sicher gehen will, bucht es vorab unter www.surf-days.com. Boards und Neoprenanzüge werden vor Ort zur Verfügung gestellt, Badeklamotten und Handtücher müssen aber mitgebracht werden.

Trefz zeigte zudem bereitwillig und ausdauernd, wie der Wellenritt funktioniert: Ab auf eines der Boards und hinein damit in die Welle, die vier Umwälzpumpen mit 35 Kubikmetern Wasser hervorbringen. Die Fließgeschwindigkeit liegt bei 35 km/h, und Trefz gleitet gekonnt über diesen Wasserfilm, kann aber auch diejenigen beruhigen, die noch ungeübt sind. „Wegen der aufgeblasenen Struktur tun eventuelle Stürze nicht weh.“ Angst vorm Wasser sollten Wellenreiter aber logischerweise nicht haben, und vor Kälte auch nicht: „Die Wassertemperatur liegt derzeit bei etwa 17 Grad.“

Die allerdings nicht zwingend nur im Badehöschen ausgehalten werden müssen, denn Neoprenanzüge verleihen die Macher der Surf-Tage auch, und zwar ohne Aufpreis.

„Wir wollen mit dieser Anlage den Sport Surfen zu den Leuten bringen“, erklärt Trefz. Ein gewisser Einstieg ins Wellenreiten sei der Ritt auf der mobilen Welle, „man lernt so, den Schock zu überwinden, der sich bei vielen einstellt, wenn sie losgleiten“. Andererseits unterschieden sich die Bewegungen durchaus von denen, die Wellenreiter auf ihren Boards im Meer machen, räumen die Experten ein: „Auf der mobilen Welle arbeitet man eher mit Hüften und Beinen, nicht so sehr mit dem Oberkörper.“ Geeignet sei die mobile Welle auf jeden Fall auch für Anfänger, betont Trefz.

Snowboarder könnten zudem leicht auf den Wellenritt umsteigen. Auf eine bestimmte Altersgruppe will er sich nicht festlegen, „Neulinge sollten vielleicht ab zehn Jahre alt sein, und unser ältester Teilnehmer in Frankfurt war 72“.

Interessantes Fachwissen gibt es bei Surf-Tagen noch dazu, etwa zum Thema Wachs: Damit sind die Boards für den nötigen Grip eingerieben, je nach Gusto offenbar in unterschiedlichen Duftnoten. „Man sagt, dass man einen Surfer am Wachsgeruch seines Bartes erkennt“, informiert Trefz den staunenden Laien. Die Boards der mobilen Welle sollen übrigens nach Kokos-Ananas riechen, ob das jetzt hilft oder nicht, müssen die Kenner wohl unter sich ausmachen.

Einige echte Surf-Experten hätten sich für die nächsten Tage jedenfalls angekündigt, meint Trefz: „Die Jungs vom Surf-Club Sylt wollen vorbeikommen, das gibt sicher Diskussionen.“ Und vermutlich wird dann der eine oder andere auch in Timmendorf die Welle machen, aber das passt ja ohnehin ganz gut ins Bild.

latz

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