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Ostholstein Inklusion: Reliefpläne für Blinde
Lokales Ostholstein Inklusion: Reliefpläne für Blinde
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09:48 14.07.2016

Reliefpläne helfen ab jetzt Blinden und Sehbehinderten, sich auf dem Weg durch die Stadt und auf dem Gelände der Landesgartenschau (LGS) zu orientieren. Die Pläne sind am Eingang zur LGS und am Bahnhof zu finden. Sie sind ein gemeinsames Projekt der LGS und verschiedener Vereine, die sich für Menschen mit Einschränkungen einsetzen.

„Ein Modellbauer hat geholfen, die Karten zu erstellen“,sagt Jürgen Trinkus, Vorsitzender vom Verein Andersicht, der seit seiner Kindheit blind ist. Erstmals wurden aber nicht nur fest installierte Pläne aufgestellt, es gibt auch zehn mobile, audiotaktile, die am Haupteingang der LGS ausgeliehen werden können. Die Pläne im Tablet-Format sagen auch Informationen über bestimmte Sehenswürdigkeiten an. „Das ist wichtig für uns“, sagt Trinkus. „Was wir nicht sehen können, müssen wir durch Tasten und Hören ersetzen.“

„Wir wollen für alle Menschen zugänglich sein“, sagt LGS-Geschäftsführer Bernd Rubelt (l.) und spricht damit Anne Dose, stellvertretende Vorsitzende des Blinden- und Sehbehinderten-Vereins Schleswig-Holstein, aus der Seele. „So ein Schritt ist wichtig für uns alle“, sagt Dose. „Das ist gelebte Inklusion.“

Weitere Projekte: Am Eingang gibt es die Möglichkeit, ein Video anzusehen, in dem ein Gebärdendolmetscher die Ausstellung erklärt. Außerdem wurde die „Blind Square App“ fürs Handy ergänzt. Sie gibt ebenfalls Orientierung für Menschen mit Sehbeeinträchtigung. Für Menschen mit Lernschwierigkeiten oder geistigen Einschränkungen gibt es einen Flyer in leichter Sprache.

 km

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