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Ostholstein Inselinformation: Mietvertrag läuft 2017 aus
Lokales Ostholstein Inselinformation: Mietvertrag läuft 2017 aus
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20:22 12.01.2016
Der TSF-Anlaufpunkt in Burg hat keine Zukunft mehr. Quelle: gjs

Viele Urlauber, die neu auf der Insel sind, fahren daran erst einmal vorbei. Hier Grenzhandel, Dinosaurier und Soccergolf, dort Schmetterlingspark und McDonald‘s, obendrein die Abfahrt zur Inselklinik — da muss man als Autofahrer schon genau hingucken, um die Inselinformation des Tourismus-Service Fehmarn (TSF) gleich auf Anhieb ausfindig zu machen. So richtig glücklich ist man beim TSF über die ziemlich versteckte Außenstelle direkt am Ortseingang Burg nicht. Einziger Pluspunkt: Wer erst einmal den schmalen Mummendorfer Weg befährt, findet am Ziel wenigstens ausreichend kostenlose Parkplätze. Doch schon die Vorgänger von Tourismusdirektor Oliver Behncke suchten dringend eine Alternative. Jetzt drängt die Zeit: Denn der Mietvertrag läuft Ende 2017 aus, bestätigte Behncke den LN.

Doch die Hoffnungen von Tourismus-Service und Stadtverwaltung, direkt in der Burger Innenstadt in der Bahnhofstraße eine Kompaktlösung für Bauamt, Stadtwerke und TSF zu bauen, haben sich im Dezember zerschlagen. Satte 3,8 Millionen Euro für Erwerb des „Mopsy“-Grundstückes, Abriss der gastronomisch genutzten Gebäude und Neubau war der Mehrheit der Stadtvertreter zu teuer. Der Plan ist vom Tisch.

Und Inselinstitution Wolfgang „Mopsy“ Doege macht mit seiner Kultkneipe erst einmal weiter, wie er zu Jahresbeginn den LN verriet.

Und wie geht es weiter? Behncke sieht zwar weiterhin Handlungsbedarf, aber zur Zeit „keine höchste Priorität“ — im Gegensatz zu Investitionen in Strandpromenade und Toilettenbauten in Burgtiefe.

Konkret heißt das: 2016 wird in Sachen TSF-Gebäude wohl „nichts umgesetzt“. Trotzdem: Alternative Standorte werden weiterhin gesucht. Denn den Ende 2017 auslaufenden Mietvertrag am Mummendorfer Weg behält Behncke fest im Blick.

Ein neuer TSF-Anlaufpunkt ist sogar doppelt vonnöten. Denn auch der Hauptanlaufpunkt der Tourismus-Information am Burger Südstrand liegt alles andere als optimal. Sommertags müssen sich Urlauber erst einmal durch die verstopfte Burger Innenstadt quälen, bis sie endlich — oft genervt — in Burgtiefe ankommen. Doch schon erwartet sie das nächste Ärgernis: Parkuhren, die mit Euro gefüttert werden müssen, oder ab dieser Saison Parkschranken. Dabei wollen sich viele einfach nur informieren.

Zudem platzen in Burgtiefe die TSF-Räumlichkeiten aus allen Nähten. Das erkennen auch die Kommunalpolitiker an, die den „Mopsy“-Erwerb abgelehnt haben.

Gerd-J. Schwennsen

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