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Ostholstein Integration: Eine Frau soll ins Team
Lokales Ostholstein Integration: Eine Frau soll ins Team
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20:10 14.12.2017
Oldenburg

Der Bedarf sei da, betonte Jörg Saba von der Verwaltung. Weibliche Flüchtlinge hätten einen besonderen Betreuungs- und Integrationsbedarf, bei dem ein Mann als Ansprechpartner in vielen Fällen nicht geeignet sei. Die ehrenamtlichen Helfer seien überfordert; er „befürchte, dass sie uns wegbrechen, wenn wir sie nicht von hauptamtlicher Seite unterstützen“.

Während die SPD und auch ein Teil der CDU-Fraktion diese Auffassung teilten, vertraten andere Christdemokraten die Meinung, das Thema sei nicht Aufgabe der Stadt. „Wir preschen jetzt vor, weil wir die Situation erkannt haben“, sagte etwa Torsten Becker, „aber zuständig ist das Land.“

Hannelore Schuldt (SPD) hielt dagegen, es müsse jetzt reagiert werden und sie könne „das Gerangel um Zuständigkeiten nicht nachvollziehen“. Bürgermeister Martin Voigt (parteilos) schlug in die gleiche Kerbe: „Das Thema betrifft uns hier vor Ort, nicht irgendwen irgendwo im Land Schleswig-Holstein.“

Henning Andrees (FDP) warnte derweil davor, das Integrationsteam zu verstärken, wenn „das Geld und die Manpower anderswo dringender benötigt werden“. Er plädierte dafür, dass die Stadt die Aufgaben innerhalb der Angestellten anders verteile, wenn eine weibliche Kraft für den betreffenden Bereich gebraucht werde, oder „von vornherein anders einzustellen“. Eine zusätzliche Stelle zu schaffen, lehnte er ab.

Voigt entgegnete, es sei „ja nun nicht so, dass wir hier blind Personalentscheidungen treffen und dann zu Ihnen kommen“. Es gehe um eine halbe Stelle, und es gebe gute Gründe dafür, sie zu schaffen.

Auch Silke Drews-Jacobsen (CDU) forderte: „Es besteht Handlungsbedarf, also sollten wir handeln.“

Zuletzt wurde mit vier Gegenstimmen beschlossen, den Stellenplan zu erweitern. Bevor tatsächlich jemand eingestellt wird, sollen Gespräche mit Kreis und Land geführt werden sowie mit dem Amt Oldenburg-Land über eine Kooperation.

jen

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