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Ostholstein Investitionen trotz Defizit
Lokales Ostholstein Investitionen trotz Defizit
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23:15 18.12.2015

Wenn die Grünkohlplatte lockt, geht es in der Sitzung der Gemeindevertretung flott voran: Ohne viele Diskussionen verabschiedeten die Mitglieder am Donnerstag in Süsel im TSV-Vereinsheim den Haushalt 2016. Die Aufwendungen übersteigen mit 6949400 Euro die Einnahmen deutlich: Es bleibt ein Fehlbetrag in Höhe von 668900 Euro.

„Ein gigantisches Machwerk, in dem nicht viel Spielraum zur Gestaltung bleibt“, nannte der amtierende Bürgermeister Adrianus Boonekamp (CDU) den Etat, der einen Gesamtbetrag von fast 1,1 Millionen Euro an Krediten für Investitionen und Investitionsfördermaßnahmen vorsieht. Er appelliere an jeden, der von der Gemeinde Geld haben wolle, noch einmal zu hinterfragen, ob er es tatsächlich brauche, so Boonekamp und schob nach, dass er für solche Anforderungen auch konkrete Angaben erwarte.

Die Vorsitzende des Finanzausschusses, Susanne Bötticher-Meyners (SPD), führte den Gemeindevertretern vor Augen, dass 6,9 Prozent der Ausgaben nicht gedeckt seien. Investitionen seien aber nötig, wie beispielsweise der Neubau des Feuerwehrhauses in Röbel. „Und wenn wir die Straßen vernachlässigen, schneiden wir uns ins eigene Fleisch“, sagte Bötticher-Meyners. Im kommenden Jahr will die Gemeinde die Strecken von Bujendorf nach Gömnitz (veranschlagt sind grob 300000 Euro) und von Gömnitz nach Vinzier (circa 320000 Euro) erneuern. Teile dieser Kosten werden durch Zuschüsse und Ausbaubeiträge wieder hereinkommen. Letztere beabsichtigt Süsel erst zum 1. Januar 2017 zu erhöhen — man könne das nicht während angelaufener Maßnahmen tun, hieß es in der Gemeindevertretung. Die Erhöhung der Kreisumlage wurde mit 0,3 Prozent als „sehr moderat“ empfunden, für Süsel bedeutet sie rund 14000 Euro Mehrkosten.

Um Zeit für die Aufstellung eines Flächennutzungsplans zu gewinnen, beschlossen die Fraktionen eine nochmalige Veränderungssperre für den Windpark Kesdorf. „Ein F-Plan ist die einzige Möglichkeit, um die Höhen der Mühlen zu regeln“, argumentierte Klaus Berger (SPD). Die Gemeinde wolle nur Windräder bis zu einer Höhe von 150 Metern zulassen, hatte Boonekamp eingangs erklärt. Für höhere sei eine Befeuerung am Mast erforderlich, außerdem strebe Süsel in dem Windpark eine Gleichmäßigkeit an, ergänzte Albrecht Dudy (SPD). „Wenn die Mühlen sich unterschiedlich schnell drehen, kann man davon wie besoffen werden.“ ben

„Es bleibt nicht
viel Spielraum zur Gestaltung.“
Adrianus Boonekamp (CDU)

LN

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