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Ostholstein Flugblatt mit Lüge zu Flüchtlingen
Lokales Ostholstein Flugblatt mit Lüge zu Flüchtlingen
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14:22 14.12.2018
Irritierte Bürger trugen das Flugblatt ins Eutiner Rathaus. Quelle: Peyronnet
Eutin

Es werde, kündigt der Zettel an, ab Februar 2019 unumgänglich sein, dass jeder Haushalt in Deutschland zumindest für drei bis vier Monate einen Migranten oder eine Migrantin bei sich aufnimmt. So steht es in einem Flugblatt des „deutschen Kompetenzzentrums für Migrationshilfen“, das in diesen Tagen in Eutin verteilt wurde. Alles falsch: Das Blatt ist ein Fake, eine Lüge. Darauf weist die Stadt Eutin hin.

Das Blatt wurde nach Angaben der Eutiner Ordnungsbehörde und der Flüchtlingshilfe im Hochkamp und in Neudorf verteilt. Es enthalte „falschen und fremdenfeindlichen Inhalt.“ Die genannte Organisation existiere nicht. In dem Schreiben wird unter anderem behauptet, dass die örtlichen Behörden die Zuteilung der Flüchtlinge auf die Haushalte organisieren würden. „Das ist grober Unfug“, sagt Eutins Bürgermeister Carsten Behnk (parteilos). „Durch solche Schreiben sollen Bürgerinnen und Bürger verunsichert werden. Es handelt sich um eine absolute Falschmeldung.“

Verunsicherte Eutiner hatten das Schreiben ins Bürgerbüro gebracht. Die Stadt leitete es an die Polizei weiter. Das Staatsschutzkommissariat 5 der Polizeidirektion Lübeck hat es mittlerweile geprüft und nach Angaben von Polizeisprecher Stefan Muhtz „keine strafrechtliche Relevanz erkennen können“. Die Polizei schließe sich der Bewertung der Stadt Eutin an.

Um die Unterbringung von Geflüchteten im Stadtgebiet kümmert sich das Ordnungsamt in Abstimmung mit Land und Kreis. Dafür stehen genug Unterkünfte zur Verfügung. Zurzeit sind 193 Flüchtlinge in Eutin dezentral untergebracht.

Susanne Peyronnet

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